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Rund um den Rennzirkus  

Williams: "Schumacher total unsportlich"

30.10.2010, 10:10 Uhr | motorsport-total.com, t-online.de, t-online.de, Motorsport-Total.com

Williams: "Schumacher total unsportlich". Harte Zeit im Fahrerlager: Michael Schumacher hat sich keine Freunde gemacht. (Foto: imago)

Harte Zeit im Fahrerlager: Michael Schumacher hat sich keine Freunde gemacht. (Foto: imago)

Es war ein grenzüberschreitendes Manöver am 1. August 2010, als Michael Schumacher den Williams-Piloten Rubens Barrichello bei dessen Überholversuch in Ungarn fast gegen eine Betonmauer drängte (Foto-Show: Schumis Manöver gegen Barrichello). Drei Monate danach sind die Gemüter noch immer erhitzt, hageln Vorwürfe auf den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister ein. "Es war gefährlich und total überflüssig - und auch total unsportlich", sagte Barrichellos Teamchef Frank Williams im Interview mit der BBC.

Nur mit viel Glück war es auf dem Hungaroring nicht zu einem Unfall gekommen. "Das war gefährlich, und ich glaube, er war nach dem Manöver überrascht, wie sehr er beschimpft wurde", wird Williams zitiert. Auch die Presse hatte sich hinterher auf Schumacher gestürzt. Hinter den verschlossenen Türen sollen sich zudem die Kollegen zum stillen Protest gegen den Motorsport-Oldie zusammengerottet und den 41-Jährigen isoliert haben. "Im Fahrerlager erlebte er eine schwierige Zeit, aber das hatte er auch verdient", so Williams.

Lob kommt von Sutil

Viel Gegenwind also für Schumacher in seiner ersten Saison nach der dreijährigen Rennpause. Rückendeckung erhält der Rekordchampion aber ausgerechnet von Landsmann Adrian Sutil, der schon als Nachfolger Schumachers bei Mercedes gehandelt worden war. "Es ist nicht leicht, nach drei Jahren zurückzukehren. Er hat im Moment kein Siegerauto, aber er ist nahe dran. Es war kein schlechtes Comeback", sagte der Force-India-Fahrer der britischen "Daily Mail". An den Gerüchten, dass er selbst bald im Mercedes-Cockpit sitzen werde, sei nichts dran.

"Er hat einen Dreijahresvertrag. So ist das", sagte Sutil, der sich eine Zukunft bei Mercedes dennoch gut vorstellen kann. "Natürlich wäre es großartig, in Zukunft einmal für Mercedes zu fahren, aber dafür ist es jetzt noch zu früh." Sollte sich Schumacher nach dem Pirelli-Reifentest in Abu Dhabi doch überraschend zum Rücktritt entschließen, könnte sich Sutils Wunsch aber doch schneller verwirklichen. Sein derzeitiger Arbeitgeber Force India will den 27-Jährigen gerne halten, Gerüchten zufolge pokert Sutil aber noch auf das zweite Renault-Cockpit.

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