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Deutsche Hockey-Herren zahlen Lehrgeld

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Hockey-Herren zahlen Lehrgeld

04.09.2010, 11:25 Uhr | dpa, dpa

Deutsche Hockey-Herren zahlen Lehrgeld. Auch Moritz Fürste konnte mit seiner Erfahrung nicht mehr helfen. (Foto: imago)

Auch Moritz Fürste konnte mit seiner Erfahrung nicht mehr helfen. (Foto: imago)

Die deutschen Hockey-Herren haben bei der Champions Trophy in Mönchengladbach bitteres Lehrgeld gezahlt. Das stark verjüngte Team von Bundestrainer Markus Weise unterlag im "kleinen Finale" dem Erzrivalen Niederlande sang- und klanglos mit 1:4 (0:2) - ein bitterer Rückschlag für die im Umbruch befindliche DHB-Auswahl. Die Trophy holte Weltmeister und Rekordsieger Australien durch ein 4:0 im verregneten Finale gegen EM-Gewinner England.

"Der gute Turnierstart hat uns mehr geschadet als genützt. Was die Fitness betrifft, müssen wir unsere Hausaufgaben noch erledigen", urteilte Deutschlands Bundestrainer Weise, der nach der Partie zunächst abgetaucht war, um seine Gedanken zu sammeln. Danach ging er mit seinen Jungs weniger hart ins Gericht als erwartet. Rückschläge im Umbruch seien normal. "Wichtig sind die Erkenntnisse, die man daraus zieht. Sie wissen jetzt, dass sie wieder richtig Gas geben müssen", sagte Weise.

Versagen bei den Strafecken

Denn auch im Spiel um Platz drei, in dem Top-Torjäger Christopher Zeller (Adduktorenblessur) schmerzlich vermisst wurde, offenbarte die DHB-Elf Schwächen. Allen voran bei den im Hockey so eminent wichtigen Strafecken, die gerade zu Trophy-Beginn gegen England (4:2) und Neuseeland (5:2) noch zu Toren geführt hatten, "war die Umsetzung mangelhaft", kritisierte Weise. Nach dem Schlusspfiff hatten Jan-Marco Montag & Co. die schwarze Serie auf 20 Strafecken ohne Erfolg ausgebaut.

Treffer von Woesch nur Ergebniskosmetik

Die Holländer kam gegen den bemühten, aber zerfahren agierenden Olympiasieger und WM-Zweiten durch Tore von Teun de Nooijer (2), Rogier Hofman und Mink van der Weerden so leicht wie lange nicht zum Erfolg. Bei den Deutschen war schlichtweg die Luft raus. Tim Jessulat, der diesmal Stammkeeper Max Weinhold im Tor vertrat, konnte einem leid tun. Florian Woesch (61.) betrieb vor 7000 Zuschauern mit dem 100. Turnier-Tor nur noch Ergebniskosmetik.

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