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Schwimm-EM:Deibler und Mensing verpassen knapp Medaillen

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Deibler und Mensing verpassen knapp Medaillen

10.08.2010, 20:45 Uhr | dpa, dpa

Schwimm-EM:Deibler und Mensing verpassen knapp Medaillen. Steffen Deibler hatte sich mehr als Platz vier ausgerechnet. (Foto: dpa)

Steffen Deibler hatte sich mehr als Platz vier ausgerechnet. (Foto: dpa)

Zweimal Platz vier und enttäuschende Finalzeiten: Die deutschen Schwimmer haben nach dem erfolgreichen EM-Auftakt weitere Medaillen verpasst. Jenny Mensing über 200 Meter Rücken und Steffen Deibler über 50 Meter Schmetterling kamen in Budapest über vierte Ränge nicht hinaus.

Als Siebter hatte Hendrik Feldwehr über 100 Meter Brust mit der Entscheidung nichts zu tun. Den ersten Europarekord nach dem Verbot der High-Tech-Anzüge stellte der Franzose Camille Lacourt über 100 Meter Rücken auf.


Biedermann souverän

Weltmeister Paul Biedermann erreichte als Halbfinal-Schnellster das Finale über 200 Meter Freistil. In 1:46,88 Minuten ließ der Titelverteidiger den Zweiten Daniil Isotow (Russland) um fast eine Sekunde hinter sich. "Ich wollte mir selbst beweisen, was ich drauf habe. Das waren noch nicht 100 Prozent", sagte Biedermann. "Ich habe wenig auszusetzen", sagte Heim-Trainer Frank Embacher. Tim Wallburger verpasste als Neunter um 1/10 das Finale.

Bei der ersten Medaillen-Entscheidung sprachen die deutschen Wasserspringerinnen kein Wort mit. Katja Dieckow wurde vom Ein-Meter-Brett mit 264,40 Punkten Sechste, Uschi Freitag belegte Platz acht (254,95). Beide hatten nur eingeschränkt trainieren können und sich im EM-Jahr mehr auf ihre Ausbildung konzentriert. "Unter diesen Umständen ist der Auftakt absolut in Ordnung", sagte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow. Die Italienerin Tania Cagnotto (299,70) verteidigte ihren EM-Titel vor der Schwedin Anna Lindberg (293,70) und Anastasia Posdnjakowa aus Russland (282,65).

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Mensing und Deibler nicht zufrieden

Kurzbahn-Vizeeuropameisterin Mensing fehlte in 2:11,50 Minuten über eine Sekunde auf Bronze. "Es war mein erstes großes Finale, dafür ist der vierte Platz gut. Ich bin mit der Zeit aber nicht zufrieden", sagte sie. Siegerin wurde in 2:07,04 Elizabeth Simmonds aus Großbritannien.

Deibler war als undankbarer Vierter ebenfalls von seiner Zeit enttäuscht: "Ich hab's wieder etwas verrissen. Der Vorlauf war total locker, so etwas darf eigentlich nicht passieren." Der 24-Jährige schlug nach 23,63 Sekunden an. Weltrekordler Rafael Munoz aus Spanien siegte in 23,13 vor dem Franzosen Frederick Bousquet (23,41) und dem Russen Jewgeni Korotyschkin (23,43).


Munoz mit "reinem Gewissen"

Munoz war erst vor einer Woche wegen drei verpassten Dopingtests nur knapp einer Sperre durch den Weltverband FINA entgangen. "Ich bin sehr glücklich über diesen Titel. Ich habe ein reines Gewissen und habe mir nichts vorzuwerfen", sagte er. DSV-Präsidentin Christa Thiel, die die Siegerehrung vornahm, äußerte sich zurückhaltend. "Das wirft schon Fragen auf", sagte die Rechtsanwältin.

Lacourt verbesserte bei seinem Sieg über 100 Meter Rücken in 52,11 Sekunden die ein Jahr alte Bestmarke des pausierenden Helge Meeuw um 16/100. Über 50 Meter Schmetterling gewann die 33-jährige Therese Alshammar (Schweden) in 25,63 Sekunden vor Jeannette Ottesen (Dänemark) und Melanie Henique (Frankreich). Deutsche Teilnehmer waren über beide Strecken nicht am Start.

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