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Verdacht des sexuellen Missbrauchs: Ermittlungen gegen Schwimm-Langstrecken-Bundestrainer

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Schwimmen  

Böser Verdacht gegen Langstrecken-Bundestrainer Lurz

10.09.2010, 15:17 Uhr | dpa, dpa

Verdacht des sexuellen Missbrauchs: Ermittlungen gegen Schwimm-Langstrecken-Bundestrainer. Schlimmer Verdacht gegen Stefan Lurz. (Foto: imago)

Schlimmer Verdacht gegen Stefan Lurz. (Foto: imago)

Der Bundestrainer der Langstreckenschwimmer, Stefan Lurz, ist nach einem Bericht der "Mainpost" wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs ins Visier der Justiz geraten. Der Arbeitsplatz von Lurz sei durchsucht und sein Handy sichergestellt worden.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte lediglich Vorwürfe gegen einen "Würzburger Schwimmtrainer", ohne eine Namen zu nennen. Dieser stehe im Verdacht, eine Schutzbefohlene sexuell missbraucht und genötigt zu haben, heißt es in einer Mitteilung der Anklagebehörde. "Weitere Auskünfte können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen und aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der Beteiligten nicht gegeben werden", sagte der stellvertretende Behördensprecher Burkhard Pöpperl.

Lurz soll sich bei einem Wettkampf im November in Essen und während eines Trainingslager-Aufenthalts Ende März 2010 in Singapur an einer 15 Jahre alten Schwimmerin vergangen haben. Die Mutter des Mädchens habe den 33 Jahre alten Schwimmtrainer vor etwa zehn Tagen angezeigt. Er sei daraufhin nach seiner Rückkehr von der Schwimm-Europameisterschaft in Ungarn am Montag in Würzburg vernommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst", zitierte die "Mainpost" Lurz, der mit der ehemaligen Weltklasseschwimmerin Annika Lurz verheiratet ist. Sein Anwalt Norman Jacob wies alle Vorwürfe zurück, wollte aber keine weiteren Erklärungen abgeben.

DSV angesichts der Vorwürfe schockiert

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) wollte keine detaillierte Stellungnahme abgeben. "Bis zur Klärung des Sachverhalts gilt für uns die Unschuldsvermutung", sagte der Direktor Leistungssport, Lutz Buschkow in Budapest. Lurz habe ihn bereits über die Vorwürfe informiert. "Dementsprechend war ich schockiert", so Buschkow. Zunächst stünde die EM im Mittelpunkt, danach müsse man sehen, was bei den Untersuchungen herauskommt. In Würzburg ruht bis zum Ferienende im September der Trainingsbetrieb.

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