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Schwimm-EM: Steuer holt Gold im Turmspringen

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Steuer holt Gold im Turmspringen

13.08.2010, 09:05 Uhr | dpa, dpa

Schwimm-EM: Steuer holt Gold im Turmspringen. Gold für Deutschland: Christin Steuer vom 10-Meter-Turm. (Foto: dpa)

Gold für Deutschland: Christin Steuer vom 10-Meter-Turm. (Foto: dpa)

Überraschung in der Abendstunde: Wasserspringerin Christin Steuer hat bei den Europameisterschaften in Budapest überraschend die Goldmedaille vom Turm gewonnen. Steuer sammelte 354,50 Punkte und lag damit vor der Italienerin Noemi Batki und Titelverteidigerin Julia Koltunowa (Russland), die den Sieg im letzten von sechs Sprüngen vergab. Die Deutsche Nora Subschinski wurde Vierte (320,20).

Patrick Hausding hatte zuvor bereits seine zweite Silbermedaille geholt. Einen Tag nach Platz zwei vom Ein-Meter-Brett sicherte sich Hausding mit seinem Partner Stephan Feck auch im Synchron vom Drei-Meter-Brett Edelmetall. Mit 427,95 Punkten mussten sie nach sechs Sprüngen nur den Titelverteidigern Illja Kwascha/Oleksij Prygorow den Vortritt lassen. In den Becken-Wettbewerben hatte ohne den pausierenden Europameister Paul Biedermann nur Jenny Mensing mit Bronze Grund zum Jubel.

Hausding und Feck kämpfen sich zurück zu Silber

Hausding und Feck strahlten nach ihrem Silber-Coup als ob sie EM-Gold gewonnen hätten. "Ich bin einfach nur glücklich, dass es nach meinem Patzer noch Silber geworden ist", bekannte Feck. Durch den Anlauffehler des 20-Jährigen im dritten Sprung gab das deutsche Duo die Führung aus der Hand, kämpfte sich aber bravourös zurück.

Während Feck seine erste internationale Medaille bejubelte, erfüllte Hausding mit Silber Nummer zwei bereits sein Medaillenziel. Die ukrainischen Sieger patzten zwar beim letzten Sprung, doch die Punktrichter zeigten sich gnädig und gaben kaum Punktabzüge. "Ich denke, dass es nicht fair gewesen wäre, wenn sie Zweite geworden wären", räumte Hausding ein.

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Mensing: "Das Überraschendste ist das Schönste"

Mensing schob sich auf den letzten der 100 Meter Rücken nach vorn auf Rang drei. "Fantastisch. Das Überraschendste ist das Schönste und umso größer ist die Freude", sagte die Bronze-Gewinnerin, die nach 1:00,72 Minuten anschlug. Mensing lag knapp eine Sekunde hinter Weltmeisterin Gemma Spofforth (Großbritannien/59,80 Sekunden). Daniela Samulski belegte in 1:01,11 Minuten Rang fünf. "Mit der Zeit bin ich sehr unzufrieden", sagte die 26-Jährige. Samulski führte bei der Wende, doch dann ging ihr nach einer dreimonatigen Verletzungspause die Luft aus.

Damen-Staffel wird Vierte

Silke Lippok, Franziska Jansen, Nina Schiffer und Daniela Schreiber fehlten in der Staffel nach 4 x 200 Metern in 7:58,13 fast drei Sekunden zu Bronze. Den Sieg sicherte sich in einem dramatischen Endspurt in 7:52,49 Minuten Ungarn, 2/10 Sekunden vor Titelverteidiger Frankreich. "Drei der vier Mädchen sind das erste Mal dabei. Wir sind in dem Zeitfenster, was wir uns erwartet haben", sagte Bundestrainer Dirk Lange. "Der dritte Platz wäre das maximale gewesen, was wir hätten schaffen können", sagte die 16-jährige Lippok. 2006 hatten die Deutschen, damals mit Olympiasiegerin Britta Steffen, an gleicher Stätte EM-Gold geholt.

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Deutlich an einer Medaille vorbei schwamm Marco Koch über 200 Meter Brust. Beim Sieg von Ungarns Weltmeister Daniel Gyurta blieb dem Halbfinal-Zweiten in 2:12,14 Minuten nur Platz sieben. "Ich war sehr aufgeregt", bekannte der 20-Jährige nach seinem ersten Finale.

Ungarischer Doppelerfolg über 200 Meter Lagen

Titelverteidiger Pawel Korzeniowski (Polen) siegte über 200 Meter Schmetterling, der Franzose Camille Lacourt holte nach den 100 Metern auch Gold über die 50 Meter Rücken und verpasste in 24,07 Sekunden seinen zweiten Europarekord nur um 3/100.

Weltmeisterin Lotte Friis ist nun auch Europameisterin über 800 Meter Freistil. Die Dänin schlug nach 8:23,27 Minuten an. Über 200 Meter Lagen gab es einen frenetisch umjubelten Doppel-Erfolg der ungarischen Gastgeber: Katinka Hosszu setzte sich in 2:10,09 Minuten 1/100 Sekunde vor ihrer Teamkollegin Evelyn Verraszto durch.

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