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Lagenstaffel der Frauen gewinnt Bronze

16.08.2010, 09:52 Uhr | sid, sid

Lagenstaffel der Frauen gewinnt Bronze. Kollektives Siegerlächeln nach dem Gewinn der Bronze-Medaille: Die deutsche Lagenstaffel. (Foto: dpa)

Kollektives Siegerlächeln nach dem Gewinn der Bronze-Medaille: Die deutsche Lagenstaffel. (Foto: dpa)

Wenig Licht, viel Schatten am letzten Tag der Schwimm-Europameisterschaften: Die Lagenstaffel der Frauen hat am grünen Tisch Bronze gewonnen und an einem schwarzen Schlusstag bei der EM in Budapest die Ehre der deutschen Schwimmer halbwegs gerettet. Mit insgesamt neun Medaillen blieben die Schwimmer unter dem gesteckten Ziel von elfmal Edelmetall. Die Lagenstaffel der Männer wurde beim letzten Wettbewerb disqualifiziert. Eine Schmach gab es zudem für Paul Biedermann: Der Einzel-Europameister wurde wegen seiner schwachen Vorlaufleistung aus der Staffel genommen.

Das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit Jenny Mensing, Caroline Ruhnau, Daniela Samulski und Silke Lippok profitierte von der Disqualifikation der Russinnen, denen der Sieg wegen eines Wechselfehlers aberkannt wurde. In 4:03,22 Minuten lag die DSV-Staffel hinter Großbritannien (3:59,72) und Schweden (4:01,18).

Wechselfehler hüben wie drüben

"Das ist natürlich glücklich. Aber es ist egal, wie es zustande gekommen ist. Am Ende zählt die Medaille", sagte Schlussschwimmerin Lippok, die nach Gold mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel und Silber über 200 Meter Freistil den Medaillensatz komplett machte. "Ich habe die Augen zu gemacht und durchgeballert. Die letzten 10 Meter waren der Horror", sagte Lippok.

Die Männer riskierten alles - und wurden bestraft. Beim Wechsel zwischen den Brüdern Steffen und Markus Deibler passierte das Missgeschick. Dabei hatte Markus Deibler im Finale den Vorzug vor Biedermann erhalten. "Es gibt aber keine Vorwürfe. Wir haben alles riskiert. Das kann passieren", sagte Deibler. In 3:35,38 Minuten hätten Stefan Herbst, Hendrik Feldwehr und die Deibler-Brüder eigentlich die viertschnellste Zeit erzielt. Den Titel sicherten sich die Franzosen (3:31,32) vor Russland (3:33,29) und den Niederländern (3:33,99).

Deutsche Sprinter zu langsam

Auch Deutschlands Sprinter gingen leer aus. Über 50 Meter Freistil verpasste Dorothea Brandt als Vierte in 24,71 Sekunden Bronze um vier Hundertstelsekunden. Ihren zweiten Titel sicherte sich die 32 Jahre alte Schwedin Therese Alshammar (24,45). Steffen Deibler (22,24) wurde ebenso Sechster wie Caroline Ruhnau (Essen) über 50 Meter Brust (31,84).Über 400 Meter Lagen schwamm Yannick Lebherz auf Rang fünf (4:15,72). Franziska Hentke verpasste über 200 Meter Schmetterling als Sechste (2:09,01) klar eine Medaille. Jaana Ehmcke blieb über 400 Meter Freistil in indiskutablen 4:18,89 Minuten als 19. gleich im Vorlauf auf der Strecke.

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