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Urin-Skandal: DHB-Vize übt scharfe Kritik an NADA-Chef Baumert

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DHB-Vize übt scharfe Kritik an NADA-Chef Baumert

07.09.2010, 09:43 Uhr | dpa, dpa

Urin-Skandal: DHB-Vize übt scharfe Kritik an NADA-Chef Baumert . Urinproben wurden von Kontrolleuren manipuliert. (Foto: imago)

Urinproben wurden von Kontrolleuren manipuliert. (Foto: imago)

Im Streit um manipulierte Doping-Proben hat der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Heinz Winden, den NADA-Boss Armin Baumert scharf kritisiert. Es sei merkwürdig, wenn für den Chef der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA) die Straftat einer Angestellten einer unabhängigen Dritt-Firma der schlimmste Fall sei und nicht ein gedopter Athlet, sagte Winden der "Handballwoche".

Worst-Case-Szenario

Eine Doping-Kontrolleurin der Mannheimer Firma Serco Control hatte ihren eigenen Urin für einige Proben eingereicht. Für die Kontrolle einer Probe berechnete die Firma 439 Euro - das Geld soll ein weiterer Mitarbeiter in die eigene Tasche gesteckt haben. "Hier ist ein Verband in die Bredouille geraten, weil er sich selbst Partner aus der privaten Wirtschaft gesucht hat. Für den DHB ist es der Worst Case", hatte Baumert daraufhin erklärt.

Heftige Anschuldigungen

Winden erklärte in der Fachzeitschrift weiter: "Herr Baumert war ein guter Weitspringer, ist aber kein Brückenbauer zwischen den Verbänden." Der DHB-Funktionär vermutet zudem, Baumert habe die Gunst der Stunde nutzen wollen, um die "Verbände in die krude Geschäftspolitik der NADA-Führung zu pressen". Der DHB-Vizepräsident behauptete ferner, die NADA und die NADA-Partnerfirma PWC (Professional Worldwide Controls GmbH) hätten aus dem Fall Kapital schlagen wollen.

Kapitel Serco ist abgeschlossen

Die NADA arbeitet seit ihrer Gründung mit der unabhängigen Firma PWC zusammen, der DHB beauftragte mit den Kontrollen in der Frauen-Bundesliga aber die Firma Serco. Die Zusammenarbeit wurde mittlerweile beendet. Ein Zivilverfahren, bei dem es um rund 6000 Euro Kostenerstattung ging, ist der "Handballwoche" zufolge mit einem Vergleich beendet worden.

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