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Der 1. FC Köln darf erstmals jubeln

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1. FC Köln - FC St. Pauli  

Köln holt die ersten drei Punkte

12.09.2010, 21:27 Uhr | dpa, dpa

Der 1. FC Köln darf erstmals jubeln. Carlos Zambrano (li.) im Duell mit Lukas Podolski vom 1. FC Köln. (Foto: dpa)

Carlos Zambrano (li.) im Duell mit Lukas Podolski vom 1. FC Köln. (Foto: dpa)

Aufatmen am Dom: Der erste Bundesliga-Erfolg seit fast fünf Monaten hat dem 1. FC Köln und Trainer Zvonimir Soldo nach zwei Startniederlagen vorerst Ruhe verschafft. Mit dem 1:0 (1:0)-Zittersieg über den FC St. Pauli holten die umformierten Kölner die ersten Punkte der neuen Spielzeit und ihren ersten Dreier seit dem 16. April. Matchwinner war Taner Yalcin (17.) mit seiner Bundesliga-Tor-Premiere. Aufsteiger St. Pauli kassierte die zweite Niederlage und hat weiter drei Punkte auf dem Konto. Der vermeintliche Ausgleich des eingewechselten Richard Sukuta-Pasu in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits zurecht nicht gegeben.

Für die Geißböcke zahlten sich Soldos radikale Maßnahmen aus. Kölns Coach berief nach dem 2:4 in Bremen gleich fünf neue Spieler in seine Start-Elf. In die umgebaute Vierer-Kette kehrte Pedro Geromel nach viermonatiger Verletzungspause zurück. Ihre Bundesliga-Debüts feierten Rechtsverteidiger Andrézinho und Mittelfeldspieler Christian Clemens. Auf der Bank wieder fanden sich arrivierte Kräfte wie Torjäger Milivoje Novakovic und der zuletzt als Kapitän fungierende Kevin McKenna.

Kessler spielt gegen seinen Ex-Verein

Über Andrézinhos Seite leitete St. Pauli nach gutem Start seine erste Chance ein, doch Charles Takyi wurde im letzten Moment von Kevin Pezzoni entscheidend beim Schuss behindert (10.). St. Paulis Trainer Holger Stanislawski musste eine von drei Umstellungen im Tor vornehmen. Die Kölner Leihgabe Thomas Kessler durfte sein erstes Bundesligaspiel bestreiten, weil Stammkeeper Matthias Hain weiter unter einer Fingerverletzung leidet. Schon nach sieben Minuten musste Kessler den Ball erstmals aus dem Netz holen, doch Lukas Podolski stand bei seinem Treffer im Abseits.

Fünf Tage nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan an gleicher Stelle knüpfte der FC-Kapitän an seine gute Leistung an. Auch am 1:0 war Podolski beteiligt: Sein fulminanter Linksschuss aus 30 Metern prallte vom Pfosten zurück, Yalcin staubte von der Strafraumgrenze aus artistisch und gedankenschnell ab.

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Debütant Clemens überzeugt

Mit der Führung im Rücken traten die Gastgeber selbstbewusster auf und erspielten sich weitere Chancen. Clemens scheiterte erst mit einem Kopfball am Fuß von Kessler (23.), dann prüfte der 19-Jährige den Schlussmann aus 18 Metern (30.). Nach dem folgenden Eckball schoss Podolski knapp über die Latte. Von den Hanseaten war nach ordentlichem Start offensiv kaum noch etwas zu sehen, weil der FC in der umformierten Abwehr um Stabilisator Geromel nun besser stand.

Sukuta-Pasu vergibt die Riesenchance

Die Hamburger kamen jedoch wesentlich engagierter aus der Kabine und setzten die nun viel zu passiven Kölner unter Druck. Allerdings kamen die Gäste trotz ihrer Überlegenheit lange nicht zu zwingenden Möglichkeiten. Den 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena stockte aber der Atem, als Florian Bruns am langen Eck vorbeischoss (75.). Podolskis Heber (78.) war die erste Kölner Chance der zweiten Hälfte, doch der gute Kessler verhinderte das 2:0. Damit blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Sukuta-Pasu köpfte Sekunden vor dem Abpfiff über die Latte.

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