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Formel 1: Die Alles-kann-passieren-Weltmeisterschaft

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Die Alles-kann-passieren-Weltmeisterschaft

13.09.2010, 08:05 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1: Die Alles-kann-passieren-Weltmeisterschaft. Lewis Hamilton (re.) und Mark Webber liegen derzeit in der Fahrerwertung ganz vorne. (Foto: xpb.cc)

Lewis Hamilton (re.) und Mark Webber liegen derzeit in der Fahrerwertung ganz vorne. (Foto: xpb.cc)

Eine Kolumne von Elmar Brümmer

Nach dem Abschied von Europa beginnt die WM-Endrunde der Formel 1 in zwei Wochen in Singapur wieder von neuem. Und in vier Wochen in Japan. Und in sechs Wochen in Korea. Und in acht Wochen in Brasilien. Möglich, dass selbst beim Finale Mitte November in Abu Dhabi immer noch ein illustres Rennquintett um den Titel kämpft. Denn dieses Rennjahr läuft nach der Alles-kann-passieren-Formel.

Ganz nach dem Geschmack von Sebastian Vettel. Der hat sich trotz einer festsitzenden Bremse in Monza nicht von einem Comeback als WM-Kandidat abbringen lassen und mit einem Reifen-Marathon samt Last-Minute-Stopp aus einem achten Platz noch einen vierten Rang gemacht. Deshalb herrscht an der Tabellenspitze der Fahrerwertung langsam Platzangst: Vettels Mit-Bulle Mark Webber (187 Punkte) führt vor Lewis Hamilton (182), Fernando Alonso (166), Jenson Button (165) und Sebastian Vettel (163). "Für diesen Titelkampf wird die Konstanz entscheidend sein", sagt Monza-Triumphator Alonso – im Wissen darum, dass die Hochgeschwindigkeitspiste auf die Charakteristik seines Rennwagens zugeschnitten war, bei den entscheidenden Rennen aber Red Bull mehrheitlich die technische Favoritenrolle besitzt.

Fünf Typen, fünf Rennstrecken - ein schmaler Grat

Einen Ausfall darf man sich jetzt kaum noch leisten. Weshalb Lewis Hamilton, der sich im Übermut gleich in der zweiten Schikane des Autodromo um seine Tabellenführung brachte, fürchtet: "Dieser Fehler kann mich den Titel kosten. Aber noch ist es nicht vorbei!" Fünf verschiedene Typen nur durch 24 Punkte getrennt, einen weniger als es für einen Sieg gibt. Dazu fünf dramatisch unterschiedliche Rennstrecken: Mit Hochrechnen kommt man nicht weit, höchstens mit Hellsehen. Angreifen, aber auch ankommen – das ist die Crux für die Favoriten. Ein ganz schmaler Grat, auf dem die besten Piloten der Saison da wandeln müssen. In persona Vettel zu sehen: In Ungarn und Spa noch geschmäht, nun gefeiert. From Zero to Hero im Zwei-Wochen-Takt.

Nervenkitzel bis zum Abwinken

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali bremst die Emotionen: "Cool bleiben. Unser Ziel war es, den Abstand zu den Führenden in der Meisterschaft zu verkürzen. Das haben wir geschafft: Mission erfüllt. Die Meisterschaft bleibt offen, bis mathematisch alles klar ist. Man hat doch gesehen, wie es in diesem Jahr ist. Lässt jemand im Rennen eine Chance ungenutzt, oder er scheidet aus, dann sind die anderen sofort da...." Der nächste Fehler kann der entscheidende sein und die Vorentscheidung bringen. Mehr an Nervenkitzel geht kaum.

Interne Rivalitäten bergen Unberechenbarkeiten

Die umstrittene Stallorder für Fernando Alonso in Hockenheim trägt nun dazu bei, dass die Scuderia als einziger der beteiligten drei Rennställe eine klare Nummer eins ins Rennen schickt – während bei Red Bull und McLaren-Mercedes die internen Rivalitäten für Unruhe sorgen werden, davon abgesehen, dass sich die Partner auch gegenseitig die Punkte wegnehmen können. Ein weiterer Faktor, der die Unberechenbarkeit erhöht. Und wie Ferrari sich die Hände reiben wird, wenn anderswo vom Kommandostand aus dirigiert wird.  Daher erscheint zumindest eine Prognose unbedenklich: Das kann noch richtig Ärger geben. Für uns als Publikum aber somit auch beste Unterhaltung. Alles kann passieren.

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