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Doping: DDR-Funktionär beschuldigt Schäuble

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Köhler attackiert Finanzminister Schäuble

16.09.2010, 14:17 Uhr | sid, sid

Doping: DDR-Funktionär beschuldigt Schäuble. Thomas Köhler schreibt in seinem Buch über das Staatsdoping in der DDR. (Foto: dpa)

Thomas Köhler schreibt in seinem Buch über das Staatsdoping in der DDR. (Foto: dpa)

In seinem Buch "Zwei Seiten der Medaille" hat der geständige Ex-DDR-Spitzenfunktionär Thomas Köhler Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble angegriffen. In der Abhandlung über frühere Doping-Praktiken in der DDR behauptet der Köhler, dass auch in der Bundesrepublik flächendeckend gedopt worden sei. Hochrangige Funktionäre und Sportpolitiker, darunter Schäuble, hätten zudem davon Kenntnis gehabt.

Der 70-Jährige zitiert Schäuble aus einem 154-seitigen Protokoll einer Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages vom 28. September 1977 mit den Worten: "Wir wollen diese Mittel nur sehr eingeschränkt und nur unter der absolut verantwortlichen Kontrolle der Sportmediziner [...] einsetzen." Das Bundesministerium für Finanzen, das heute von Schäuble geführt wird, wollte keine Stellungnahme dazu abgeben. "Wir kommentieren keine Äußerungen unseres Ministers von vor über 30 Jahren", erklärte die Pressestelle.

Schäuble bestreitet nichts

Schäuble selbst hatte bereits im März 2009, damals als Bundesinnenminister, im Gespräch mit der "FAZ" die fraglichen Äußerungen wie folgt kommentiert: "Gut, dass alles aufgeschrieben wird. Ich würde das nie mehr so sagen. Aber man darf nach 30 Jahren auch ein bisschen klüger sein. Man sollte niemanden an Sprüchen messen, die er vor 30 Jahren getan hat; das fällt auf den zurück, der es tut." In dem gleichen Gespräch hatte Schäuble eingeräumt, dass zur fraglichen Zeit auch in der Bundesrepublik mit unerlaubten Mitteln gearbeitet wurde: "Außerdem wissen wir, dass es im Westen auch großen Mist gab. Als jemand, der in Freiburg studiert hat, muss ich sagen: Dass ausgerechnet die Sportmedizin der Uni Freiburg sich in einem solchen Maße hat verstricken lassen, ist schmerzlich."

Köhler hatte sich in seinem Buch in Zusammenhang mit Schäuble auch einen formalen Fehler erlaubt. Wörtlich heißt es in der Passage: "Der damalige Innen- und heutige Finanzminister Wolfgang Schäuble." Dieser war allerdings 1977 zu Zeiten der SPD-Regierung in Bonn kein Bundesinnenminister, sondern Vorsitzender des Bundesfachausschusses Sport der CDU.

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