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Doping: Lance Armstrong gerät unter Druck

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Bündnis gegen Lance Armstrong

16.09.2010, 16:25 Uhr | dpa, dpa

Doping: Lance Armstrong gerät unter Druck. Lance Armstrong ist im Visier der Doping-Fahnder. (Foto: imago)

Lance Armstrong ist im Visier der Doping-Fahnder. (Foto: imago)

Lance Armstrong gerät immer mehr unter Druck: US-Ermittler wollen die positiven Analysen des Tour de France-Rekordsiegers von 1999 einsehen. Eine entsprechende Anfrage hat Pierre Bordry, der Leiter der Französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, bestätigt und uneingeschränkte Kooperation versprochen. "Sie können uns alles fragen, wir werden es tun", sagte Bordry, der als kompromissloser Anti-Doping-Kämpfer gilt."

Die "L'Équipe" hatte 2005 nach dem siebten Armstrong-Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt die positiven Ergebnisse nachträglicher Tests der Proben von 1999 veröffentlicht. Die Zeitung war durch einen Trick an die eigentlich anonym durchgeführten Analysen gelangt. Zu dieser Zeit konnte EPO noch nicht nachgewiesen werden.

Doping in eingefrorenen Proben

Bei einer späteren Untersuchung wiesen sechs eingefrorene B-Proben von Armstrongs erstem Toursieg EPO-Spuren auf. Trotzdem blieben Sanktionen gegen den Texaner aus. Bei einem vom Radsport-Weltverband UCI anerkannten positiven Test hätte Armstrong die B-Proben-Öffnung verlangen können, wie es in den Statuten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA steht. Die vorhandenen B-Proben der 1999 negativ getesteten A-Proben waren für die Nachkontrolle aber bereits benutzt worden.

Wissenschaftlich war Armstrong also überführt, sportjuristisch aber nicht. Die UCI sah 2005 keinen Handlungsbedarf. UCI-Präsident Pat McQuaid hatte immer wieder gesagt, es hätte nie einen positiven Armstrong-Test gegeben. Bei dessen Comeback vor zwei Jahren hatte Bordry dem Amerikaner angeboten, die Proben von 1999 noch einmal untersuchen zu lassen - Armstrong lehnte ab. Eine rechtliche Handhabe hatte Bordry nicht.

Armstrong beteuert weiter seine Unschuld

Nach den Anschuldigungen seines ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis an die Adresse Armstrongs ermitteln US-Behörden unter Leitung von Jeff Novitzky gegen den Rekordsieger. Armstrong, der in diesem Juli zum zweiten Mal nach 2005 seinen Tour-Abschied gefeiert hatte, hat Manipulationen stets bestritten.

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