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Alonso gehen die Motoren aus

18.09.2010, 16:00 Uhr | motorsport-total-com, Motorsport-Total.com

. Der Ferrari V12-Motor. (Foto: imago)

Der Ferrari V12-Motor. (Foto: imago)

Die Motoren könnten beim Kampf um die Formel-1-Krone 2010 noch eine entscheidende Rolle spielen. Vor allem diejenigen Piloten, die von einem Ferrari-Triebwerk nach vorne geschoben werden, stehen vor den letzten fünf Saisonläufen nicht besonders gut da. Neben Sauber-Rückkehrer Nick Heidfeld gibt es vor allem bei den Roten aus Maranello rund um Fernando Alonso große Sorgen.

Der Ferrari-Pilot, der spätestens nach seinem Monza-Sieg wieder gute Karten im Titelkampf hat, musste in Italien seinen letzten der pro Saison erlaubten acht frischen Motor einbauen lassen. Zwar hat der Spanier noch gebrauchte Triebwerke in der Hinterhand, die beispielsweise das Rennen in Singapur gut überstehen sollten, aber ein Motorplatzer könnte den Traum vom Weltmeistertitel schnell beenden.

Aggressives Schmiermittel macht Ferrari Sorgen

Ferrari bekommt womöglich die Quittung für die Motorschäden zu Saisonbeginn. Wie "auto motor und sport" berichtet, hatten die Italiener zum Start in das Jahr offenbar erhebliche Probleme mit den Dichtungen am Ventiltrieb. Ein zu aggressiv entwickeltes Schmiermittel soll die Probleme verursacht haben. Ferrari durfte trotz eingefrorener Entwicklung nachbessern, seither ist nichts dergleichen mehr vorgekommen. Die Trainingstriebwerke an Freitagen müssen derzeit bei den Roten längere Distanzen durchhalten als geplant.

"Leider haben wir das Jahr mit Problemen begonnen", sagt Ferrari-Motorenchef Luca Marmorini. "Wenn wir schon in diesem Jahr 20 Rennen hätten, dann würde es für uns schwierig. Man darf sich überhaupt keine Probleme während der Saison mehr leisten", so der Italiener, der damit klar zum Ausdruck bringt, wie knapp die Roten für den Zielsprint der aktuellen Saison kalkulieren müssen. Zum Vergleich: Bei Renault haben beide Piloten noch jeweils zwei frische Triebwerke in der Hinterhand.

"Es ist schon lustig. In den vergangenen zwei oder drei Jahren sagen wir immer, dass die Motorenentwicklung eingefroren ist und die Triebwerke gleich bleiben", sagt Marmorini. "Aber es ist nur die Hardware eingefroren, die Rahmenbedingungen ändern sich hingegen ständig. Die Motoren müssen nahezu doppelte Laufleistung ertragen. In diesem Jahr gibt es eine ganz andere Nutzung der Triebwerke, weil Nachtanken verboten wurde."

Ab 2013 wird es noch schwieriger

Der italienische Motorenfachmann sieht bereits für das kommende Jahr neue dunkle Wolken aufziehen. "Es gibt noch mehr Rennen", meint Marmorini. "Das ist doch wirklich lustig: Die Motoren sollen gleich bleiben, aber die Voraussetzungen ändern sich. Das macht es für uns schwierig." Bei Ferrari ist man sich nicht sicher, ob acht Motoren pro Saison die passende Anzahl ist. Und für die Jahre ab 2013 kommt es noch dicker.

Wenn in drei Jahren die Formel 1 mit kleinen Turbomaschinen ausgestattet ist, dann soll die Laufzeit noch einmal erheblich angehoben werden - aus Kostengründen, wie es heißt. "Ursprünglich sollten es vier Motoren pro Jahr sein, aber im ersten Jahr des neuen Reglements fünf", erklärt Marmorini, der sich dringend eine Verabschiedung des neuen Motorenreglements wünscht. "Das wird ein enormer Schritt. Zuverlässigkeit zu entwickeln ist extrem aufwändig und teuer."

Ferrari mag keine Vierzylinder-Turbos

"Man darf das wirklich nicht unterschätzen", mahnt der Italiener, der - wie wohl viele bei Ferrari - kein großer Freund von kleinen Vierzylinder-Turbos ist. "Selbst wenn wir die neue Laufzeit mit uns seit Jahren bekannten Motoren hinbekommen müssten, dann wäre der Aufwand erheblich. Dieses Thema ist besonders wichtig und sollte schnell angegangen werden." Wie eine Lösung aussehen könnte, lässt Marmorini offen. Die Zahl von vier oder fünf Triebwerken pro Jahr scheint aber längst nicht in Stein gemeißelt zu sein.

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