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FC Bayern hadert mit der Defensivtaktik der Gegner

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Bayern: "Es fehlt an Kreativität, es fehlt an Rhythmus"

18.09.2010, 19:54 Uhr | t-online.de, t-online.de

FC Bayern hadert mit der Defensivtaktik der Gegner. Großchance gegen Köln vergeben: Bayerns Müller. (Foto: AP)

Großchance gegen Köln vergeben: Bayerns Müller. (Foto: AP)

Nur fünf Punkte aus vier Spielen - genau wie in der vergangenen Saison läuft der FC Bayern zum Ligastart den eigenen Erwartungen hinterher. Vor einem Jahr aber feierte ein gewisser Arjen Robben just am 4. Spieltag seinen umjubelten Einstand und beendete schon bald danach das Münchner Mittelmaß. Heute fehlt der verletzte Holländer beim Tabellenachten an allen Ecken und Enden.

Vor allem fehlt er den Stürmern als genialer Passgeber. Das Team von Trainer Louis van Gaal hat massive Probleme, die Abwehrbollwerke der Gegner zu knacken. Insgesamt ist sein Team nun seit 270 Bundesligaminuten ohne Treffer und hat auch einen traurigen Vereinsrekord aufgestellt: Erstmals sahen die Bayern-Fans in Heimspielen zwei Nullnummer hintereinander. "Langsam wird es schwer, weil wir schon einen gewaltigen Abstand nach oben haben. Es fehlt an Kreativität, es fehlt an Rhythmus", kritisierte Abwehrspieler Philipp Lahm nach dem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Köln.

Erst zwei Tore auf dem Bayernkonto

Manchmal geht der Kampf gegen die Abwehrbollwerke trotzdem gut, wie unter der Woche gegen die Catenaccio-Erben vom AS Rom- Aber in der Liga klappt es im Augenblick nicht, so wie nun auch bei der Nullnummer gegen Köln, das sich komplett auf Spielzerstörung konzentrierte. Die Folge: Erst mickrige zwei Tore haben die Münchner in dieser Saison in der Liga erzielt, eine ziemlich maue Ausbeute für den Meister, der immerhin Nationalstürmer Miroslav Klose und WM-Torschützenkönig Thomas Müller in seinen Reihen weiß. Van Gaal will den schwarzen Peter aber nicht an die Stürmer abgeben. „Der letzte Pass war meist nicht gut“, so der Trainer, der sich in der vergangenen Saison über viele tolle Kombinationen und insgesamt 72 Tore in der Bundesliga freuen durfte.

Van Gaal klagt über Handballspiele

„Es ist nun mal schwierig, wenn 20 Spieler im Kölner Strafraum stehen. Dann wird ein Pass oder auch ein Torschuss schwierig“, haderte van Gaal einmal mehr mit der Destruktivtaktik des Gegners. Schon vor der Partie hatte er sich über „Handball-Spiele“ in der heimischen Arena beklagt, in denen die Gäste das eigene Tor komplett zubauen. Da nützen auch unglaubliche 77 Prozent Ballbesitz, einseitige 20:8 Torschüsse und 11:1 Ecken wie gegen die Rheinländer nichts.

Die Hoffnung heißt Hoffenheim

Bange wird dem Bayern-Coach aber nicht. Zum einen ist trotz der schwachen Resultate nicht enttäuscht von den Auftritten seiner Mannschaft. „Wir haben gegen Köln nicht schlecht gespielt.“ Außerdem setzt er darauf, dass sein WM-geplagtes Team in den nächsten Wochen deutlich in Sachen Fitness zulegt. Die Anlaufschwierigkeiten seien schlicht auszustehen. "Wir müssen diese Periode überleben. Wir haben im Moment kein Glück, aber wir müssen weitergehen auf diesem Weg." Und zum anderen trägt ihn die Hoffnung, dass nicht alle Mannschaften spielen wie Rom oder Köln. „Wir müssen es mal abwarten, aber ich glaube dass unser nächster Gegner Hoffenheim auch angreift. Das ist auch schöner für die Fans.“ Am Ende der englischen Woche haben die Münchner dann den momentanen Überraschungsspitzenreiter Mainz zu Gast und können den nächsten Anlauf nehmen, in der Offensive alles besser zu machen und den Tabellenstand zu reparieren.

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