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Bundesliga: Nürnberg beendet Stuttgarts Zwischenhoch

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1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart  

Club beendet Stuttgarts Zwischenhoch

22.09.2010, 23:57 Uhr | dpa, dpa

Bundesliga: Nürnberg beendet Stuttgarts Zwischenhoch. Nürnbergs Mehmet Ekici (re.) kämpft mit dem Stuttgarter Serdar Tasci um den Ball. (Foto: dpa)

Nürnbergs Mehmet Ekici (re.) kämpft mit dem Stuttgarter Serdar Tasci um den Ball. (Foto: dpa)

Der 1. FC Nürnberg hat das Zwischenhoch des VfB Stuttgart jäh beendet und den Schwaben den schlechtesten Saisonstart seit 36 Jahren beschert. Dank der Tore von VfB-Leihgabe Julian Schieber (3. Minute) und Javier Pinola in der Nachspielzeit feierten die Franken mit dem 2:1 (1:0)-Sieg in einem packenden Kampfspiel trotz Unterzahl den ersten Saisonsieg. Damit verabschiedeten sie sich erst einmal aus dem Tabellenkeller. Cacau (85.) hatte zwischenzeitlich für den VfB ausgeglichen.

"Unfassbar, dass wir nach dem 1:1 noch gewonnen haben. Ich bin einfach nur glücklich", sagte Schieber nach dem in der zweiten Halbzeit packenden Duell mit einer spannenden Schlussphase. Der FCN durfte sich über den ersten Bundesliga-Sieg gegen Stuttgart seit mehr als dreieinhalb Jahren freuen, bei den auswärts seit fünf Monaten sieglosen Schwaben ist nur vier Tage nach dem 7:0-Kantersieg gegen Gladbach jede Euphorie wieder passé.

Tasci zurück in Startelf

Auf Kapitän Matthieu Delpierre, der gegen Gladbach nach vier Monaten Verletzungspause sein Comeback feierte, hatte VfB-Coach Christian Gross verzichtet. Der Franzose soll für das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen geschont werden. An seiner Stelle kehrte Nationalspieler Serdar Tasci nach überwundenen Adduktorenproblemen in die Startelf zurück. Timo Gebhart kam für Mauro Camoranesi ins Team. Beim Club stand Bayern-Leihgabe Mehmet Ekici wieder auf dem Platz, im linken Mittelfeld startete Christian Eigler anstelle von Mike Frantz.

"Wir wollen dort weitermachen, wo wir aufgehört haben", hatte Gross im Rückblick auf das 7:0-Schützenfest gegen Mönchengladbach versprochen. Doch der Schuss ging zunächst nach hinten los. Nach Steilpass von Javier Pinola schlief die komplette VfB-Abwehr. Der für ein Jahr vom VfB ausgeliehene Schieber ließt Stuttgarts Torwart Sven Ulreich mit einem strammen Flachschuss keine Abwehrchance. Die Schwaben bemühten sich mit Offensivtempo um den schnellen Ausgleich, liefen dabei aber Gefahr, in einen Club-Konter zu laufen.

VfB erhöht den Druck

Doch die Franken legten nicht nach, zogen sich zurück und beschränkten sich darauf, den Vorsprung zu verwalten. Dagegen erhöhte der VfB den Druck, bestimmte das Südderby und wäre fast belohnt worden. Beim Distanzschuss von Arthur Boka (31.) verhinderte die Querlatte den Ausgleich der Stuttgarter, bei denen Camoranesi (25.) für den angeschlagenen Daniel Didavi ins Spiel gekommen war. Sechs Minuten vor der Pause versagte Referee Jochen Drees dem VfB den Torerfolg. Er folgte seinem Assistenten, der beim Kopfballtreffer von Pavel Progrebnjak ein Foul des Russen gesehen haben wollte, und gab das Tor nicht.

Wolf fliegt vom Platz

Mit Wut und Ciprian Marica für Gebhart als dritter Stürmer erhöhte Stuttgart in der hektischen und verbissen geführten Partie nach der Pause die Schlagzahl. FCN-Kapitän verlor bei dem offenen Schlagabtausch mit vielen Nickligkeiten die Nerven und musste nach 66 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz. Gross brachte mit Martin Harnik für Progrebnjak einen weiteren Angreifer. Die besseren Chancen hatte der FCN, aber Ekici (63./72.) vergab zwei Mal. Cacau machte es beim 1:1 besser, doch in der Nachspielzeit schlug Pinola bei einem Konter eiskalt zu.

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