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Behindertensport: Rekordfrau Vergeer ist seit sieben Jahren unbesiegt

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Rekordfrau Vergeer ist seit sieben Jahren unbesiegt

22.09.2010, 10:50 Uhr | sid, sid

Behindertensport: Rekordfrau Vergeer ist seit sieben Jahren unbesiegt. Esther Vergeer dominiert sein Jahren das Rollstuhltennis. (imago)

Esther Vergeer dominiert sein Jahren das Rollstuhltennis. (imago)

Wenn im Zusammenhang mit Rollstuhltennis der Name Esther Vergeer fällt, macht sich Ehrfurcht breit. Denn die Niederländerin ist in ihrer Sportart das Maß aller Dinge. Seit 396 Matches ist die die 29-Jährige unbesiegt, mit dem letzten Triumph feierte sie in New York den Gewinn der US Open.

Nadal: "Einfach erstaunlich"

In den Tagen von New York machte Vergeer sogar den ganz Großen der Tennis-Szene Konkurrenz. Das "Wall Street Journal" berichtete ebenso über die Ausnahmespielerin wie die TV-Sender CBS und Tennis Channel. Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer lobte Vergeer bei den US Open als eine der "größten Sportlerinnen dieser Zeit", und Rafael Nadal findet sie und ihren Willen kurzum "erstaunlich".

Geringe Preisgelder

Esther Vergeer strahlt, wenn sie so viel Lob hört. Da kann es die seit elf Jahren weltbeste Rollstuhl-Tennisspielerin auch verkraften, dass sie für ihren Turniersieg in Flushing Meadows nur 9600 Dollar kassierte. "Fußgängerin" Kim Clijsters (Belgien) räumte durch ihren Coup im Vergleich 1,7 Millionen Dollar ab.

Letzte Niederlage vor gut sieben Jahren

"Wenn man nicht in die Nähe des Balles kommt, nutzt der beste Schlag nichts. Siebzig Prozent des Spiels sind Mobilität", sagt die seit einer Wirbelsäulen-Operation im Alter von acht Jahren querschnittsgelähmte Vergeer. Und ihre Erfolgsstrategie fruchtet: Seit 396 Matches und 102 Turnieren ist die Profispielerin unbesiegt. Einzig der frühere pakistanische Squash-Star Jahangir Khan hatte eine noch längere Siegesserie vorzuweisen. Er blieb zwischen 1981 und 1986 in 555 Partien nacheinander ohne Niederlage.

Wechsel ins Männerlager?

Vergeer verlor zuletzt im Februar 2003 gegen Daniela Di Toro, nun gewann sie gegen die Australierin das Finale von New York. Nach dem 6:0, 6:0 liebäugelte die dreimalige Paralympics-Siegerin wegen der fehlenden Konkurrenz sogar mit einem Wechsel ins Männer-Feld. Vergeer: "Vielleicht sollte ich probieren, mich dort zu behaupten. Kann sein, dass ich es eines Tages wirklich mache."

Hochprofessionelles Umfeld

Nicht wenige räumen der studierten Ökonomin auch dort Chancen ein. Ihr Umfeld jedenfalls ist schon professioneller als das vieler männlicher Rollis. Trainiert wird Vergeer von Sven Groeneveld, einem der renommiertesten Coaches der Tennisszene, der unter anderem schon mit Nicolas Kiefer, Tommy Haas und der früheren Weltranglistenersten Ana Ivanovic zusammengearbeitet hat.

Vom Basketball zum Tennis

Im Big Apple betreute Groeneveld die beiden Topgesetzten: Caroline Wozniacki (Dänemark) und eben Vergeer. "Esther motiviert mich durch ihre Einstellung, die ungewöhnlich ist. Auch im Vergleich zu den den Spielerinnen ohne Handicap", lobte Groeneveld die frühere Rollstuhlbasketball-Nationalspielerin.

Training ohne Hindernisse

Vergeer macht für ihren Erfolg aber auch ihre Herkunft verantwortlich. In den Niederlanden ist ihr Sport äußerst populär. "Man macht es uns dort sehr leicht. Viele Trainingsanlagen sind behindertengerecht gebaut" sagt Vergeer, die eine eigene Stiftung zur Unterstützung behinderter Kinder führt. Zudem ist Rollstuhltennis unter dem Dach des nationalen Tennisverbands organisiert.

Nicht überall integriert

Wie unbelastet der Umgang mit gehandicapten Sportlern in ihrer Heimat ist, merkt Vergeer besonders bei Reisen ins Ausland. "In Japan fühle ich manchmal noch, wie mich die Leute anstarren. Dort ist es noch ein harter Kampf", sagt Vergeer. Bei den US Open erntete Vergeer ausschließlich bewundernde Blicke. Nicht nur von den Großen der Szene.

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