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VfB Stuttgart nach 1:4 gegen Leverkusen Tabellenletzter

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VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen  

VfB nach 1:4 gegen Leverkusen Tabellenletzter

25.09.2010, 17:36 Uhr | dpa, dpa

VfB Stuttgart nach 1:4 gegen Leverkusen Tabellenletzter. Stuttgarts Delpierre geht gegen Leverkusens Hyppiä robust zu Werke. (Foto: dpa)

Stuttgarts Delpierre geht gegen Leverkusens Hyppiä robust zu Werke. (Foto: dpa)

Bayer Leverkusen hat den VfB Stuttgart auf den letzten Platz der Bundesliga geschossen. Bei ihrem 4:1 (2:0)-Sieg in der Mercedes Benz Arena führten die Gäste den schwachen VfB spielerisch zeitweise vor. Sami Hyypiä und Arturo Vidal brachten Leverkusen mit einem Doppelschlag in der 19. und 21. Minute in Führung. Hanno Balitsch (69.) und Sidney Sam (88.) machten mit ihren Treffern alles klar, nachdem Zdravko Kuzmanovic den eine Stunde lang in Unterzahl spielenden VfB wieder herangebracht hatte (52.). Nach seiner fünften Niederlage im sechsten Spiel kann der VfB nicht mehr tiefer fallen. Das 7:0 vor einer Woche gegen Mönchengladbach war somit eher ein Zwischenhoch als die Trendwende.

Vor 38.300 Zuschauern sah Stuttgarts Ex-Weltmeister Mauro Camoranesi in der 31. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte. Diese Szene nahm zwar keinen Einfluss auf das Ergebnis, dafür aber zwischenzeitlich auf den Spielverlauf. Bis dahin waren die Leverkusener deutlich spritziger und spielstärker gewesen. Bayer drängte den völlig verunsicherten und durch unzählige Ballverluste auffallenden VfB schnell in die Defensive und hätte schon führen können, bevor Hyypiä und Vidal jeweils per Kopf zum 0:2 trafen.

"Aufwachen", brüllten die Stuttgarter Fans und spätestens Camoranesis Platzverweis weckte den Kampfgeist des VfB. Spielerisch war er den leichtfüßigen Gästen immer noch klar unterlegen. Doch läuferisch machte er das zunehmend wett. Der erstmals von Beginn an eingesetzte Martin Harnik besaß kurz vor der Pause die erste Stuttgarter Chance (37.), Kuzmanovic erzielte kurz danach per Freistoß den Anschlusstreffer (52.). Doch für mehr war der VfB an diesem Tag zu fehlerhaft und Leverkusen zu spielstark.

Bei einigen Kontern wirkte Bayer zwar etwas pomadig, etwa als Vidal und Balitsch kurz vor dem dritten Treffer eine klare Überzahlsituation leichtfertig verspielten. Doch abgesehen von der Endphase der ersten und dem Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gäste den Schwaben in jeder Beziehung überlegen. Dabei spielte der VfB im Abwehrzentrum zum ersten Mal in dieser Saison mit seinem Wunschduo Tasci/Delpierre, da der beim 1:2 in Nürnberg noch geschonte Kapitän aus Frankreich wie angekündigt in die erste Elf zurückgekehrt war. Auf der linken Seite musste Trainer Christian Gross mit Harnik einen Stürmer ins Mittelfeld zurückziehen, um den Ausfall der verletzten Gebhart, Didavi und Audel aufzufangen.

Leverkusen machte aus noch schlechteren Voraussetzungen deutlich mehr: Neben Michael Ballack, Stefan Kießling und Gonzalo Castro fiel auch noch Lars Bender mit einer Wadenverletzung aus. Bei Patrick Helmes reichte es wegen seiner Oberschenkel-Probleme nur für einen Platz auf der Bank. Trainer Jupp Heynckes stellte Hyypiä und Renato Augusto wieder von Beginn an auf und ließ erneut im ungewohnten 4-3-3-System spielen. Damit kehrte Bayer jedoch dorthin zurück, wo es unbedingt hin will: in die Europapokal-Ränge.

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