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Formel 1: Der WM-Kampf spitzt sich zu

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Der WM-Kampf spitzt sich zu

27.09.2010, 09:22 Uhr | Von Elmar Brümmer, t-online.de

Formel 1: Der WM-Kampf spitzt sich zu. Haben nur den WM-Titel im Kopf: Vettel, Button, Alonso, Webber und Hamilton (v.li., Montage: t-online.de)

Haben nur den WM-Titel im Kopf: Vettel, Button, Alonso, Webber und Hamilton (v.li., Montage: t-online.de)

Aus der Formel 1 ist auf der Zielgeraden dieser Saison ein Rennquintett geworden: Noch vier Rennen, aber fünf Mann mit Titelchancen, alle innerhalb von der Punktemenge, die es für einen Sieg gibt: Mark Webber (202) führt vor Fernando Alonso (191), Lewis Hamilton (182), Sebastian Vettel (181) und Jenson Button (177). Nicht anzunehmen, dass einer der Kandidaten alle 100 Punkte bekommt, die es maximal noch zu gewinnen gibt.

Deshalb ist es denkbar, dass es bis zum Finale Mitte November in Abu Dhabi beim Kopf-an-Kopf-Rennen bleibt. Und ein großer Big-Bang rückt immer näher. Auch deshalb, weil die Favoriten so völlig gegensätzliche Charaktere besitzen.

Mark Webber - der Ruhepol

Als Mister Unauffällig hat der Australier in der Nacht von Singapur ein taktisch kluges Rennen gefahren, dass ihn per frühem Boxenstopp vom fünften auf den dritten Rang bugsierte. Sebastian Vettels Inteam-Feind bei Red Bull hat durch die Eichhörnchen-Taktik seinen Vorsprung als Spitzenreiter sogar noch ausgebaut. Der 34-Jährige weiß, dass es sich um die Chance seines (Rennfahrer-)Lebens handelt.

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Vettel virtuell in Singapur

Vor dem Rennen in Singapur macht sich der Formel-1-Fahrer schonmal mit der Strecke vertraut. zum Video

Obwohl er schon vier Siege auf dem Konto hat in dieser Saison, liegt ihm die Rolle des Verteidigers. Er ist der mit der größten Konstanz, und der am wenigstens zu verlieren hat – niemand hatte ihn vor einem halben Jahr auf der Liste gehabt. Als einziger der Favoriten hat er noch keine Erfahrung mit einem Titelkampf, aber genau das ist seine Chance: "Vielleicht bin ich hungriger als die Fahrer, die schon mal Weltmeister waren..."

Fernando Alonso - der Bösewicht

Die Zwei hat es ihm angetan in den langen Nächten von Singapur. Zweite Pole-Position innerhalb von zwei Wochen, zweiter Sieg, mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel. Zusammen ergibt das den zweiten WM-Platz. Der Spanier ist die Lichtgestalt der letzten Wochen, seit der umstrittenen Stallorder von Hockenheim nicht mehr zu bremsen. In den letzten drei Rennen war er auf dem Podium.

Seine Rechnung lautet: "Derjenige wird Weltmeister, der in allen ausstehenden Rennen einen Podestplatz schafft, egal welchen." Es ist ein Finish nach dem Geschmack des Ferrari-Piloten, entschieden über Kampfgeist und Rücksichtslosigkeit. In dieser Hinsicht ist Alonso ein Perfektionist. Und Gegenspieler Vettel musste nach 61 Runden intensivem Blickkontakt in den Auspuff des F10 konstatierten: "Ich wollte ihn in einen Fehler jagen. Aber er hat keinen gemacht."

Lewis Hamilton - der Löwe

Mut ist gut, Über-Mut kann das Ende aller Titel-Hoffnungen bedeuten. Als er im Dunkel der Auslaufzone von Singapur saß, weil der Überholversuch gegen Mark Webber genauso kläglich gescheitert war wie der vor zwei Wochen in Monza gegen Felipe Massa, zog der Löwe unter den Rennfahrern den Schwanz ein. Am liebsten wäre er gar nicht mehr aus dem McLaren ausgestiegen. Der Fluch des toten Winkels.

Aber er wird ein echter Alles-oder-Nichts-Typ bleiben: "An die Meisterschaft denke ich erstmal nicht. Was passiert, passiert." Deshalb kann er noch offensiver an die Sache herangehen, denn das ist nach zwei verschenkten Chancen die einzige, die ihm noch bleibt.

Sebastian Vettel - der Hoffnungsträger

Sebastian Vettel hat jetzt, wo es darauf ankommt, das Risiko kontrollierter im Griff als Hamilton. Der Heppenheimer hat ein mindestens so kluges Rennen gefahren wie Kollege Webber. Diese Nervenstärke muss er bewahren, schließlich hat er in dieser Saison zum letzten Mal die Chance, jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu werden.

In Singapur hat er auch das Vertrauen in seinen Red Bull wieder gefunden: "Ich habe wichtige Punkte gemacht. Die Lage in der WM kann sich so schnell ändern, man muss nur Fernando angucken – zwei Rennen gewinnen, und die Welt sieht ganz anders aus. Ich bin zuversichtlich." Auf den nächsten Strecken ist der 23-Jährige Favorit. Mal sehen, wie er dann damit klar kommt. Vettels Strategie: "Kopf runter, nicht nach den anderen gucken – und das Maximale aus uns selbst herausholen."

Jenson Button - der Gelassene

Der Titelverteidiger weiß, dass er nur noch der Außenseiter im Quintett ist. Das macht ihm rein gar nichts, mental dürfte er zu den stärksten Piloten gehören – was Mark Webber in diesem Jahr auszeichnet, hat Button in der vergangenen Saison selbst durchlebt - und ist stärker geworden.

Wenn der McLaren anders als in Singapur mitspielt, wird der 30 Jahre alte Engländer ähnlich wie Kollege Hamilton aufs Ganze gehen: "Ich habe nichts mehr zu verlieren. Angreifen zu müssen ist mir lieber, als einen Vorsprung verwalten zu müssen. Deshalb ist auch für mich noch alles drin." Aufgeben gilt nicht in dieser Achterbahn-Weltmeisterschaft.

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