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Formel 1: Kehrt Porsche nach 51 Jahren als Team zurück?

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Formel 1 - Rund um den Rennzirkus  

Kommt Porsche nach 19 Jahren in die Formel zurück?

02.10.2010, 13:49 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com

Formel 1: Kehrt Porsche nach 51 Jahren als Team zurück?. Am 5. August 1984 wird Alain Prost im McLaren-Porsche als Erster abgewunken. (Foto: dpa)

Am 5. August 1984 wird Alain Prost im McLaren-Porsche als Erster abgewunken. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Porsche könnte 51 Jahre nach seinem letzten Einsatz 1962 beim Grand Prix der USA in Watkins Glen wieder als eigenständiges Team in der Formel 1 an den Start gehen. Voraussetzung dafür ist die geplante Einführung eines 1,6 Liter-Turbos: "Wenn das Reglement feststeht, dann entscheiden wir schnell. Wir könnten ein solches Triebwerk recht kurzfristig aufbauen", sagte Volkswagen-Berater und Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck Motorsport-Total.com. Seit 2009 gehört Porsche zum VW-Konzern. Der so genannte Weltmotor ist in der Tourenwagen-WM (WTCC) und der Rallye-WM bereits eingeführt.

Dass Porsche-Triebwerke konkurrenzfähig sind, belegen die Erfolge der zwischen 1957 und 1962 eigenständigen Marke in der Formel 1: 1984, 1985 und 1986 gelang McLaren mit einem TAG-Porsche im Heck der Titelhattrick bei den Fahrern. 1991 in Mexiko-City arbeitete in einem Footwork zuletzt ein Porsche-Motor in der Königsklasse des Motorsports.

Kein Zweikampf des VW-Konzerns in der Le-Mans-Serie

Der VW-Konzern spielt gedanklich noch ein zweites Szenario durch. Dies hängt mit dem Engagement in der Le-Mans-Prototypen-Serie (LMP1) zusammen - und mit der Konzern-Tochter Audi. Für die Ingolstädter scheint nach zehn Le-Mans-Triumphen in den vergangenen elf Jahren ein Image-Wechsel durch eine Konzentration auf eine andere Rennserie angezeigt. Bereits im Juni aber befand Audis Sportchef Wolfgang Ullrich: "Unserer Meinung nach passt die Formel 1 nicht zu Audi, solange die Technik, die dort zum Einsatz kommt, keine Relevanz für die Entwicklung unserer Serienfahrzeuge hat."

Trotzdem werde hinter den Kulissen auch bei Porsche seit Monaten an einem LMP1-Programm gearbeitet. Immerhin 13 Mal, zuletzt 1998, trug ein Porsche den Sieg bei den traditionsreichen 24 Stunden von Le Mans davon. Danach übernahm dort Audi das Kommando. Porsche-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller sagte dem renommierten englischen Motorsport-Magazin "Autocar": "Wir wollen nicht, dass beide in der LMP1 gegeneinander fahren."

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