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Volleyball-WM: Gewollte Pleiten und getürkte Lose

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Volleyball - WM  

Gewollte Pleiten und getürkte Lose

29.10.2010, 11:00 Uhr | sid, sid

Volleyball-WM: Gewollte Pleiten und getürkte Lose. Brasiliens Volleyballer (hier gegen Polen) sollen gegen Bulgarien absichtlich verloren haben. (Foto: imago)

Brasiliens Volleyballer (hier gegen Polen) sollen gegen Bulgarien absichtlich verloren haben. (Foto: imago)

Die Volleyball-Weltmeisterschaft in Italien mutiert zur Farce. Um in der entscheidenden dritten Runde nicht gegen den Weltmeister Brasilien spielen zu müssen, verlor Mitfavorit Russland absichtlich sein Spiel gegen Spanien mit 2:3. Der Titelverteidiger ließ sich indes von Bulgarien 3:0 abschlachten, um in die vermeintlich leichteren Pool mit Deutschland zu kommen.

Schuld am Betrug ist nach Meinung der Teams der Volleyball-Weltverband FIVB, der mit dem seltsamen WM-Spielsystem Manipulationen provoziert und selbst zu Gunsten von Italien getrickst haben soll. "Das kann ich nicht akzeptieren. Schuld hat nicht die FIVB, sondern die Teams", sagte Weltverbands-Chef Jizhong Wei.

Weltverbands-Chef: "Das wird Konsequenzen haben"

Der Chinese war in Catania Zeuge der gewollten Russland-Pleite und schäumte vor Wut: "Das war kein Fairplay und wird Konsequenzen haben." Beim Stand von 2:0 hatte Russlands italienischer Cheftrainer Daniele Bagnoli den Großteil seiner Stammspieler ausgewechselt. Die grinsten draußen am Spielfeldrand später um die Wette, als beim 13:13 im entscheidenden fünften Satz plötzlich kein russischer Block mehr am Netz existent war.

Russischer Trainer gibt Betrug indirekt zu

"Es war nicht wichtig zu gewinnen, sondern die nächste Runde zu erreichen. Ich mache immer das Beste für mein Team", sagte der russische Coach Bagnoli und gab damit den Betrug indirekt zu. Der deutsche Nationalspieler Max Günthör sprach Klartext: "Das war geschoben."

"Das ist die unbalancierteste WM der Geschichte"

Brasilien setzte sogar seinen Angreifer Theo als Zuspieler ein, um in jedem Fall zu verlieren - das Pubklikum reagierte mit gellenden Pfiffen auf den sichtbaren Betrug. Spaniens Trainer Julio Velasco hatte im Weltverband den vermeintlich Schuldigen parat. "Die internationale Föderation muss über die Formel der WM nachdenken. Es ist okay, wenn man dem Gastgeber etwas hilft, aber es gibt ein Limit für alles. Das ist die unbalancierteste WM der Geschichte", sagte Velasco.

Schon bei der Auslosung scheint nicht alles mit rechten Dingen zugegangen zu sein, denn die international in den vergangenen Jahren nur mittelmäßigen Italiener hatten die mit Abstand leichteste Gruppe (mit Japan, Ägypten und Iran) zugelost bekommen. Spekulationen über größere und kleinere Losbälle machten die Runde. Auch in der entscheidenden dritten Runde haben die Gastgeber auf dem Weg ins Halbfinale auf wundersame Weise lösbare Gegner bekommen. Sportlich unfair ist zudem, dass die Niederlagen aus Runde eins und zwei nicht mitgenommen werden - so schaffte es Deutschland mit nur zwei Siegen bei drei Niederlagen unter die letzten Zwölf der WM und Russland wie Brasilien durfte ohne Konsequenzen absichtlich verlieren. Bei der kommenden Frauen-WM in Japan wird nach einer ganz anderen Formel gespielt, in der Niederlagen in den Vorrunden gnadenlos bestraft werden.

Deutscher Kapitän: "Schlecht für den Volleyball-Sport"

Auch der deutsche Kapitän Björn Andrae war sauer: "Die Mannschaften suchen sich den leichtesten Weg, und das hat die FIVB verursacht. Allerdings ist das sehr schlecht für den Volleyball-Sport." Um das angekratzte Image der FIVB nicht weiter zu beschädigen, hat Präsident Wei schon angekündigt, dass die Trickserei von Italien eine einmalige Angelegenheit bleiben soll. "Wir arbeiten daran. Schreiben Sie über diese Sache in der Presse", sagte Wei. Er hatte die Pressekonferenz nach dem Skandal-Spiel als aufmerksamer Zuschauer verfolgt.

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