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Formel 1: Ross Brawn erhöht den Druck auf Schumacher

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Mercedes GP  

Brawn: "Michael ist noch nicht auf dem besten Stand"

07.10.2010, 08:44 Uhr | t-online, dpa, dpa, t-online.de

Formel 1: Ross Brawn erhöht den Druck auf Schumacher. Michael Schumacher muss 2011 Fortschritte machen. (Foto: imago)

Michael Schumacher muss 2011 Fortschritte machen. (Foto: imago)

Michael Schumachers Comeback-Saison ist nicht so verlaufen, wie viele Fans sich das vorgestellt haben. Sein Team Mercedes GP jedoch stand bisher immer hinter dem Formel-1-Rekordweltmeister. Nun erhöht Teamchef Ross Brawn aber den Druck auf Schumacher. "Mit Nico bin ich glücklich. Nun erwarten wir Fortschritte von Michael, der noch nicht auf dem besten Stand ist", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Das Blatt berichtet sogar, dass es ein Ultimatum für den Ex-Ferrari-Fahrer gebe: Wenn Schumacher 2011 weiterhin hinterher fährt, wird er seinen Drei-Jahres-Vertrag nicht erfüllen dürfen.

Rosberg ist viel stärker

Zu Beginn der Saison wurde Schumacher noch von allen Seiten Zeit zum Wiedereingewöhnen gegeben. Doch auch nach 15 Rennen ist keine Besserung in Sicht. Vor allem gegen seinen Teamkollegen Nico Rosberg sieht die Bilanz des Kerpeners blass aus. Nur drei von 15 Qualifyings  konnte Schumacher für sich entscheiden. Rosberg sammelte 76 WM-Zähler mehr (46:122), außerdem fuhr er dreimal auf das Podest, während Schumacher dies nicht einmal gelang. "Mir wäre es am liebsten, wenn sie sich ständig gegenseitig schlagen würden. Es ist nämlich nicht gut, wenn ein Fahrer hinter den anderen zurückfällt", sagte Brawn.

2011 zählt's

Dennoch hat Brawn die Hoffnung auf einen wiedererstarkten Schumacher nicht aufgegeben: "Ich bin zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr ein deutlich besseres Basispaket haben werden. Es sollte ein Paket sein, mit dem Michael etwas leichter zurecht kommt." Die Formel-1-Legende selbst glaubt an sich und hat nicht vor, sein Comeback vorzeitig aufzugeben: "Ich hoffe, dass wir innerhalb dieser Zeit die Früchte ernten können", sagte er, dessen Vertrag bis einschließlich 2012 läuft. Man sei auf dem richtigen Weg. "Ziel ist, das, was vier oder fünf Jahre gedauert hat, auf drei Jahre zu reduzieren", sagte der WM-Zehnte im Rückblick auf seine früheren Erfolge mit Anlaufzeit bei Benetton und Ferrari. Die Vorbereitung auf die kommende Saison ist schon im vollen Gange.

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