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Spanien nimmt Doping nicht mehr ernst

08.10.2010, 09:37 Uhr | t-online.de / sid, t-online.de, sid

Radsport: Spanien nimmt Doping nicht mehr ernst. Spanien reduziert die Finanzmittel im Kampf gegen Doping. (Foto: imago)

Spanien reduziert die Finanzmittel im Kampf gegen Doping. (Foto: imago)

Ausgerechnet Spanien! Die spanischen Doping-Jäger müssen den Gürtel künftig enger schnallen. Weil die Regierung sparen muss, wird der nationalen Anti-Doping-Agentur (AEA) zukünftig weniger Geld zur Verfügung gestellt. Das Sports Council (CSD) muss 2011 mit 14,5 Millionen Euro weniger auskommen, deshalb wird das Budget der AEA um 2,7 Prozent gekürzt.

Die von Sportminister Jaime Lissavetzky angekündigten Maßnahmen wurden von der Opposition heftig kritisiert. "In welches Licht rückt das den spanischen Anti-Doping-Kampf?", fragte der entrüstete Oppositionspolitiker Miguel Dominguez in der spanischen Sporttageszeitung "Marca". Lissavetzky hingegen widerspricht, die Arbeit der AEA würde durch die Kürzungen nicht beeinflusst.

Contador weiter im Visier

Albert Soler, Generaldirektor des CSD, kündigte bei einer Doping-Konferenz derweil an, dass die Dopingfahnder bei fünf spanischen Radprofis die Kontrollen verstärken werden, "weil es bei ihnen eine Serie von ungewöhnlichen Parametern gab". Namen wollte Soler nicht nennen, deutete aber an, dass Alberto Contador einer der betroffenen Sportler sei. Bei der gerade beendeten Straßenrad-WM wurden insgesamt vier spanische Dopingfälle bekannt. Für den spektakulärsten Fall hatte Tour-de-France-Sieger Contador gesorgt. Neben Contador waren die dreimalige Mountainbike-Weltmeisterin Margarita Fullana, der Vuelta-Zweite Ezequiel Mosquera und David Garcia positiv getestet worden.

Sportminister scheint Ernst der Lage zu verkennen

UCI-Präsident McQuaid hatte Spanien daraufhin schon ein "Doping-Problem" unterstellt und den Iberern vorgeworfen, den Kampf gegen Doping offenbar nicht ernst zu nehmen. Lissavetzky reagierte jedoch gelassen. "Das Problem ist bei uns nicht größer oder kleiner als im Rest der Welt", und betonte: "Es gibt bei uns den politischen Willen und den echten Wunsch, den Kampf gegen Doping fortzusetzen." Doch dieser Satz klingt vor dem Hintergrund der angekündigten Kürzungen wie Hohn und Spott.

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