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Mercedes unterlässt in Suzuka Teamorder für Schumacher

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GP von Japan in Suzuka - Mercedes  

Schumis unvollendete Vorstellung

10.10.2010, 13:29 Uhr | dpa, t-online.de, Motorsport-Total.com, dpa, t-online.de, Motorsport-Total.com

Mercedes unterlässt in Suzuka Teamorder für Schumacher. Michael Schumacher umrundet in seinem Mercedes den Kurs im japanischen Suzuka. (Foto: AP)

Michael Schumacher umrundet in seinem Mercedes den Kurs im japanischen Suzuka. (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Freie Fahrt für Michael Schumacher - diese Zeiten sind in der Formel 1 vorbei. Der Rekordweltmeister muss sich heute - im Mercedes - jede Positionsverbesserung auf der Piste hart erarbeiten - auch und vor allem im eigenen Team. Nico Rosberg ist nicht Rubens Barrichello. Der Brasilianer ging früher - in seligen Ferrari-Tagen - brav vom Gas, wenn dem Rekord-Weltmeister der nächste Titel winkte. Schumi fuhr in Suzuka zwar ein respektables, gutes Rennen, in dem er auch den heutigen Williams-Mann Barrichello überholte. Doch Rosberg zwang erst sein Ausfall in Runde 48, für Schumacher Platz zu machen. Der kam als Sechster ins Ziel.

Mehr verhinderte auch der Kommandostand mit Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Es war unser Fehler. Er hatte den besseren Gummi und hätte sogar den Lewis Hamilton kriegen können, hätten wir es hinbekommen, dass Michael vor Nico hätte fahren können." Schumacher führte seinen zermürbenden Zweikampf mit dem 16 Jahre jüngeren Rosberg mit frischen Reifen. "Ich hätte gerne herausgefunden, was zum Schluss noch gegangen wäre, da ich durch meinen späteren Reifenwechsel ihm gegenüber im Vorteil war", merkte Schumacher an.

Bester vom Rest des Feldes

Ungeachtet dessen, was möglich gewesen wäre, erntete die Legende Anerkennung für das, was sie möglich gemacht hatte. "Michael wurde heute Sechster und so Bestplatzierter hinter den fünf Fahrern, die 2010 um den Weltmeisterschaftstitel kämpfen", führte Haug bei Motorsport-Total.com weiter aus. Er habe gezeigt, "dass er stark ist, wenn wir ihm die richtige Basis dazu geben". Teamchef Ross Brawn pflichtete Haug bei: "Michael fuhr ein sehr gutes Rennen und machte gleich beim Start mehrere Plätze gut. Es war unterhaltsam, wie er und Nico um den sechsten Platz kämpften."

Der beste Rekord-Weltmeister aller Zeiten

Bereits vor dem Rennen hatte Haug eine Lanze für den Rückkehrer in die Formel 1 gebrochen: "Er ist so gut wie immer, vielleicht besser. Es ist eine positive Abgeklärtheit, dass er sich nicht provozieren lässt. Er steht über den Dingen." Damit spielte Haug auch auf das Gerücht an, Schumacher könnte schon 2011 bei Mercedes als Formel-1-Fahrer wieder Geschichte sein, sollten sich seine Leistungen nicht bessern. Haug verwies diese Spekulation mit dem Hinweis auf die Qualitäten des Mega-Stars ins Reich der Fabel.

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Rosberg gibt nicht nach

Wie zum Beweis agierte Schumi in Suzuka wie ein hungriger Wolf. Er drängelte, er attackierte, aber an Rosberg sollte es kein Vorbeikommen geben. "Ich habe ihn mir immer wieder zurechtgelegt und versucht, an spezifischen Positionen meine Überholmanöver vorzubereiten", erklärte Schumacher. Rosberg habe sich aber sehr gut gewehrt. "Fair, hart. Aber das ist ja auch Rennsport und keine Kaffeefahrt", meinte der 41-Jährige - nicht gänzlich frei von einem Nachgeschmack.

Acht WM-Punkte bleiben

Erst als Rosberg nach dem rundenlangen Duell teilweise Rad an Rad mit seinem Mercedes wegen eines Defekts abflog, war der Weg für den Rekordweltmeister frei. Zu spät, um mehr als acht Punkte für die WM-Wertung zu sammeln. Schumacher selbst erklärte, dass er "natürlich schon gefragt" habe, "ob es nicht mehr Sinn machen würde, mich durchzulassen, um nach vorne etwas auszurichten oder später nicht in eine Drucksituation zu kommen".

Ausfall in Runde 48

Sogar via Boxenfunk kam die klare Ansage, dass es keine Teamorder gebe. Die ist offiziell ohnehin verboten. Ergo versuchte Schumacher nach seinem Reifenwechsel in Runde 24 vergeblich, an Rosberg vorbeizukommen. Runde um Runde, bis zu Rosbergs Aus im 48. Umlauf. Meist weniger als eine Sekunde betrug der Rückstand des Ex-Champions, der sich nur zwei Mal in dieser Saison besser platzierte als in Suzuka. "Ein paar Mal war es extrem eng", meinte Rosberg. Er hatte die Reifen zu Rennbeginn wechseln lassen, als das Safety Car auf der Strecke war. "Unsere Strategie zahlte sich aus. Dann brach hinten am Auto etwas, und mein Rennen war vorbei." Brawn bilanzierte: "Wir fuhren heute mit beiden Autos ein starkes Rennen, und es ist sehr enttäuschend, dass Nico nicht ins Ziel kam."

Unsichtbare Probleme am Auto

Schumacher, der sich immer wieder vorrechnen lassen muss, dass er im teaminternen Duell meist den Kürzeren (Qualifikation 3:13) zieht, verteidigte sich in Suzuka. Man müsse festhalten, dass sein Auto in den letzten Rennen nicht zu 100 Prozent auf Vordermann gewesen sei. "Es hat speziell an meinem Auto immer wieder Probleme gegeben, die nach außen hin nicht immer ersichtlich waren. Man hat nur gesehen, dass ich langsamer war."

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