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Red Bull Racing: Kein Fahrer wird im WM-Kampf bevorzugt

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Red Bull Racing  

Red Bull: Beide Fahrer dürfen, aber einer muss gewinnen

14.10.2010, 10:45 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

Red Bull Racing: Kein Fahrer wird im WM-Kampf bevorzugt. Beide dürfen, einer muss: Mark Webber (li.) und Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc)

Beide dürfen, einer muss: Mark Webber (li.) und Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Der Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 war selten so spannend wie in der laufenden Saison. Red Bull Racing hat mit Mark Webber und Sebastian Vettel gleich zwei Eisen im Feuer. Doch auch wenn Webber drei Rennen vor Ende der Saison in der Fahrerwertung in Führung liegt, wird der Australier von seinem Team nicht bevorzugt behandelt. "Wir wollen beiden Fahrern die Chance geben, den Titel zu gewinnen", sagt Teamchef Christian Horner.

Mit dieser Entscheidung reagiert der Rennstall unter anderem auf die Äußerung von Webbers Manager Flavio Briatore, der für seinen Schützling einen Nummer-1-Status fordert.

Horner: "Es wird noch ziemlich schwierig"

Beim österreichischen Team wird es eine solche Rollenverteilung aber vorerst nicht geben. "Wir halten es für unfair, einen Fahrer gegenüber dem anderen zu bevorzugen", sagt Horner. "Das Team wird beide Fahrer so gleich wie nur möglich behandeln. Es wird noch ziemlich schwierig, aber beide haben gute Chancen. Es ist großartig, dass unsere beiden Fahrer noch um den Titel kämpfen."

In dieser Saison spricht einiges dafür, dass entweder Webber (220 Punkte) oder Vettel (206) am Ende ganz oben stehen. Derzeit scheint nur Ferrari-Pilot Fernando Alonso den beiden ernsthaft etwas entgegensetzen zu können. Der Spanier liegt punktgleich mit Vettel auf Position zwei des Klassements. Für Lewis Hamilton und Jenson Button (194 bzw. 187, beide McLaren-Mercedes) bleibt auf Rang vier und fünf nur die Hoffnung auf Fehler des Führungstrios.

Beide Fahrer dürfen, aber einer muss

Und genau das ist die Gefahr, der Red Bull Racing in den kommenden Wochen ausgesetzt sein wird. Denn wenn Vettel und Webber freie Fahrt haben, dann kann das durchaus in die Hose gehen. Das haben die beiden in der laufenden Saison bereits mehrfach gezeigt. Bestes Beispiel war der Große Preis der Türkei. Vettel rammte bei einem Überholmanöver den in Führung liegenden Webber - und ließ so den Traum vom Doppelsieg platzen.

Für die Verantwortlichen des Teams heißt es nun, die beiden Piloten auf einen gemeinsamen Kurs einzuschwören. Zwar dürfen beide gewinnen, aber am Ende muss einer ganz oben stehen.

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