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VfB Stuttgart mit neuem Coach ins Krisen-Duell auf Schalke

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8. Spieltag - Samstagsspiele  

Keller feiert Debüt und setzt auf Träsch

16.10.2010, 13:00 Uhr | t-online.de, t-online.de

VfB Stuttgart mit neuem Coach ins Krisen-Duell auf Schalke. Die Nationalspieler stehen in der Pflicht: Christian Träsch und Cacau. (Foto: imago)

Die Nationalspieler stehen in der Pflicht: Christian Träsch und Cacau. (Foto: imago)

Ganz Fußball-Deutschland blickt heute nach Gelsenkirchen: Vorletzter gegen Letzter - auf Schalke kämpfen die bisher enttäuschenden Königsblauen gegen den VfB Stuttgart mit Neu-Trainer Jens Keller (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) um Wiedergutmachung bei ihren Fans. Nach der Entlassung von Christian Gross wollen die Schwaben mit dem bisherigen Co-Trainer zurück in die Erfolgsspur. Doch es ist auch das Wiedersehen alter Bekannter: S04-Coach Felix Magath trainierte einst den VfB, und Schalkes Neu-Sportvorstand Horst Heldt war noch vor wenigen Wochen Manager im Schwabenland.

Wenige Tage nach dem Trainer-Beben und der Installation des gebürtigen Stuttgarters Keller als neuer Chefcoach soll ausgerechnet auf Schalke die Wende gelingen. Eine wichtige Rolle kommt dabei Nationalspieler Christian Träsch zu. Dieser musste unter Gross in den bisherigen Saisonspielen häufig rochieren, statt auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld zum Einsatz zu kommen. Dort will ihn Keller nun nominieren und das Spiel der Stuttgarter so mehr auf den Hoffnungsträger zuschneiden. Aber Achtung vor dem FC Schalke: Magaths Elf hat sich stabilisiert - und Jan-Klaas Huntelaar im Sturmzentrum hat einen Lauf, den es von der Stuttgarter Defensive ohne den gesperrten Kapitän Matthieu Delpierre zu stoppen gilt.

Van Gaal: "Habe Vertrauen in diesen Kader"

Einen Lauf hat hingegen beim FC Bayern München zurzeit niemand - höchstens die medizinische Abteilung. Auf elf Spieler muss Bayern-Trainer Louis van Gaal gegen Hannover 96 verzichten. Und das bei der Tabellenkonstellation von 13 Punkten Rückstand auf die Spitze und aktuell Platz zwölf. Als Krone obendrauf kommt da noch der Dauerstreit mit dem niederländischen Fußballverband, erst wegen Arjen Robbens WM-Verletzung und nun wegen des Knies von Kapitän Mark van Bommel. Aber nach Entschuldigungen wird in München nicht gesucht. Das widerspräche dem Selbstverständnis. Und einem Kader, der seit Jahr und Tag so stark gebaut wird, um derartige Notsituationen auszuhalten.

"Wir haben einen guten Kader, ich habe Vertrauen in diesen Kader. Jetzt spielen eben die Spieler, die so lange gewartet haben, um spielen zu können. Jetzt können sie etwas zeigen", sagt Cheftrainer Louis van Gaal. Nur einer nicht: Martin Demichelis. Dafür erwägt der 59-Jährige, von der zweiten Mannschaft Christoph Knasmüllner und Nicolas Jüllich dazuzuholen. Die Liste der Ausfälle liest sich wie ein Who's who: Bastian Schweinsteiger, Daniel van Buyten, van Bommel und Robben, Franck Ribéry, Ivica Olic, Miroslav Klose und Diego Contento, allesamt Stammspieler. Nationalspieler Toni Kroos sagt trotzdem: "Egal, wie die Aufstellung am Ende aussehen wird: Wir sind auf jeder Position besser besetzt als Hannover."

Gelingt Mainz der alleinige Startrekord?

Was fehlt, um wieder den alten FC Bayern zu sehen, ist die Kleinigkeit selbst erzielter Tore. Unterirdische fünf sind es bisher. Nun soll es die Notelf gegen Hannover besser machen. Der Start einer Siegesserie ist Pflicht, um Dortmund und Mainz nicht aus den Augen zu verlieren. Die Rekord-Starter aus Rheinhessen wollen gegen den Hamburger SV schaffen, was in der Bundesliga-Geschichte noch niemandem gelang: mit dem achten Sieg nacheinander aus den Startlöchern zu kommen.

Der HSV scheint da der ideal Gegner zu sein. Nur ein Erfolg in den vergangenen fünf Begegnungen, schon steht Trainer Armin Veh unter Beobachtung. Die angespannte Situation an der Elbe verlangt vom Tabellen-Siebten eine angemessene Reaktion. Eine Reaktion erwarten auch die Fans und Verantwortlichen in Bremen im Duell gegen die überraschend stark gestarteten Freiburgern. Bei den Grün-Weißen wurden die Grundgehälter vorübergehend halbiert, Werder steht punktgleich mit den Bayern nur auf Rang 13.

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