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Köln - BVB: Die späte Rache des Nuri Sahin

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Die späte Rache des Nuri Sahin

15.10.2010, 22:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

Köln - BVB: Die späte Rache des Nuri Sahin. Lukas Podolski provoziert im Spiel gegen Borussia Dortmund. (Screenshot: LIGA total!)

Lukas Podolski provoziert im Spiel gegen Borussia Dortmund. (Screenshot: LIGA total!)

Erst rettete die Doppelverglasung des Dortmunder Mannschaftsbusses Nuri Sahin das Leben. Wenige Stunden später rettete Sahin vor 50.000 Zuschauern in der Kölner RheinEnergie-Arena seinem BVB in letzter Minute den siebten Sieg in Folge. Jubelnd rutschte der Türke nach seinem 2:1-Siegtreffer auf den Knien an Kölns Schützen des zwischenzeitlichen Ausgleichs vorbei, Lukas Podolski.

Ein turbulenter Freitagabend fand für die Gäste aus der Bierstadt ein grandioses Ende. Der neue Tabellenführer der Bundesliga steckte den Schock zweier Geschosse weg: erst die Steinwurf-Attacke in einem Waldstück, dann Poldis 120-km/h-Linksschuss in der 82. Minute. Begleitend gab es eindeutige Gesten des Nationalspielers. "Man darf sich nicht provozieren lassen", fasste BVB-Trainer Jürgen Klopp bei Sky zusammen.

Was war passiert? "Er hat mich von hinten getreten", sagte Sahin. "Wenn ich das richtig gesehen habe, hat der Lukas Podolski nach seinem Tor ein 3:0 signalisiert", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Jürgen Watzke. "Lukas hatte seinen Anteil an den Emotionen, er hat uns das eine oder andere Mal ein Späßchen aufsetzen wollen", ergänzte BVB-Torwart Roman Weidenfeller. "Das kann man mal machen, aber nicht die ganze Zeit." Zudem sehe man sich immer "zweimal im Leben. Und das haben wir ihm gezeigt." Damit spielte Weidenfeller auf die Moral seiner Mannschaft an, die kein Stein, keine Provokation und kein Tor gebrochen hatten. "Auch nach dem 1:1 haben wir auf Sieg gespielt und sind dafür belohnt worden."

Podolski lässt Souveränität vermissen

Den deprimierten Kölnern blieb nach einer ohnehin verkorksten Woche mit Podolskis Generalkritik und Faryd Mondragons Flucht aus dem Teamhotel nichts weiter, als die eigenen Wunden zu lecken. Podolski zog es nach der Partie vor, unangenehmen Fragen auszuweichen. Als es um die Aktionen gegen und mit Sahin ging, marschierte der 25-Jährige wortlos vondannen.

Klopp äußert Verständnis

Podolskis Nerven liegen nicht zum ersten Mal blank. "Lukas muss das auch nicht machen, wie er von Roman den Ball wegdribbelt", erinnerte der siegreiche Klopp an die Sekunden direkt nach dem 1:1. Schließlich habe es nicht 4:0 für Köln, sondern 1:1 gestanden. "Aber wer schon mal mit 200er Puls in der 90. Minute im strömenden Regen gestanden hat, der weiß, dass das nicht derselbe Typus ist, den man morgens um elf Uhr verkörpert."

Sahin hat sich im Griff

Auch Sahin wollte "keine große Geschichte daraus machen". Der türkische Nationalspieler gab aber zu, sich geärgert zu haben: über Poldis Tritte und - vor allem - über dessen 3:0-Geste. Es war ein überflüssiger Rückgriff auf Deutschlands deutlichen EM-Qualifikationssieg über die Türkei am 8. Oktober in Berlin. "Es sind Emotionen, die gehören dazu", blieb Sahin bewundernswert ruhig. "Ich habe mich bis heute sehr gut mit ihm verstanden."

Schmelzer greift schlichtend ein

Dortmunds Abwehrspieler Marcel Schmelzer sorgte unter anderem dafür, dass die aufgeheizte Situation nicht explodierte. "Irgendwas kam von Poldi, aber das interessiert mich nicht. Wir haben heute gewonnen. Das ist das Wichtigste." Schmelzer habe versucht, Sahin zu beruhigen. Denn jeder müsse sich unter Kontrolle haben.

Bundesliga - Video 
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Aktion eines Schwachkopfes

Dass das für den Steinewerfer nicht galt, kommentierten die Dortmunder deutlich: "Eine feige Aktion war das, eine Lächerlichkeit", schimpfte Klopp. "Aber wenn uns jemand wecken wollte, dann hat er es geschafft." Er nannte den Unbekannten einen "Schwachkopf." "Wir haben die ganze Zeit Angst gehabt, die Scheibe könnte hereinkommen. Wir waren selbst überrascht, dass sie so gut gehalten hat." Weidenfeller sprach davon, das habe sogar den dahinter sitzenden Dede und Sahin das Leben gerettet. "Denn das war sicher kein kleiner Stein, sonst wäre nicht die ganze Scheibe zertrümmert. Es hat riesig geknallt." Klopp schloss in Richtung der TV-Zuschauer: "Wenn sich der Werfer irgendwo heute Abend dafür feiern lassen will, dann schmiert ihm eine!" Sahin erledigte das stellvertretend auf dem Spielfeld. In der ersten Minute der Nachspielzeit.

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