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Schwimmer Bousquet nur zwei Monate suspendiert

25.10.2010, 14:51 Uhr | dpa, dpa

Französischer Schwimmer Bousquet nur zwei Monate suspendiert. Trotz positiver Dopingprobe nur mit einer kurzen Pause: Frederick Bousquet. (Foto: imago)

Frederick Bousquet muss nur kurz pausieren. (Foto: imago)

Der internationale Schwimmsport gerät erneut ins Doping-Zwielicht. Frederick Bousquet wurde wegen Heptaminol-Missbrauchs vom französischen Verband für zwei Monate suspendiert. Der Olympia-Zweite mit der französischen 4 x 100-Meter-Freistilstaffel war bei einem Wettkampf in Canet am 13. Juni positiv auf das verbotene Stimulanzmittel getestet worden.

"Ich verdiene diese Strafe"

Bousquet sagte der französischen Sport-Tageszeitung "L'Equipe", er habe eine Salbe mit dem Bestandteil Heptaminol gekauft. Normalerweise benutze er ein anderes Mittel. "Seit acht Jahren werde ich mit einer Medizin gegen eine Krankheit behandelt, die dieses verbotene Produkt nicht enthält", sagte der 29-Jährige. Er erklärte aber nicht, warum er überhaupt eine Salbe benötigt. Der französische Verband wisse Bescheid. "Es ist ganz einfach: Ich verdiene diese Strafe. Ich hätte einfach nur lesen sollen. Aber bei dem Schmerz habe ich die Salbe genommen, ohne den Beipackzettel zu studieren."

Üblicherweise sechs Monate Sperre

Die Sperre setzte am 20. September ein, somit kann Bousquet bei den nationalen Titelkämpfen Anfang Dezember starten. Diese Meisterschaften dienen als Qualifikation für die Kurzbahn-WM vom 15. bis 19. Dezember in Dubai. Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA oder der Schwimm-Weltverband FINA den Fall ähnlich wie die Franzosen sehen und Bousquet nicht doch sperren. Andere Sportarten ahnden einen Heptaminol-Nachweis mit einer Sperre von etwa sechs Monaten. Der Gebrauch des Mittels wird als leichtes Doping-Vergehen eingestuft.

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Fragliche Entscheidung

Im Schwimmen gab es vor Kurzem bereits eine verwunderliche Entscheidung: Die FINA hatte den Spanier Rafael Munoz trotz dreier verpasster Dopingtests bei den Europameisterschaften im August in Budapest starten lassen. Ein ärztliches Attest bescheinigte dem Kurzbahn-Weltrekordler bei einer der drei Kontrollen einen "psychischen Ausnahmezustand". Das reichte dem Doping-Panel der FINA als Begründung. Munoz wurde Schmetterling-Europameister.

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