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Hamburg und Bayern trennen sich torlos

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Hamburger SV - FC Bayern München  

Kein Sieger im Nord-Süd-Gipfel

22.10.2010, 22:25 Uhr | dpa, dpa

Hamburg und Bayern trennen sich torlos. Bayerns Thomas Müller im Zweikampf mit dem Hamburger Paolo Guerrero. (Foto: dpa)

Bayerns Thomas Müller im Zweikampf mit dem Hamburger Paolo Guerrero. (Foto: dpa)

Der Hamburger SV hat einem harmlosen FC Bayern München ein 0:0 abgetrotzt. Ohne seine Topstars Franck Ribéry, Arjen Robben & Co. zeigten sich die Süddeutschen auch in der Hansestadt zu unentschlossen vor dem Tor und verloren weiter an Boden auf die Spitzengruppe der Bundesliga. Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena war der HSV in der mäßigen 91. Auflage des Nord-Süd-Klassikers über weite Strecken besser, verpasste aber den angestrebten dritten Heimsieg in Serie gegen den FCB knapp.

Während der Gastgeber (15 Punkte) auf Platz vier vorrückte, bleiben die Bayern (12) als Neunte vorerst im Mittelmaß stecken. Beide Teams spielten am Tag nach dem Tod von Loki Schmidt, der Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt, mit Trauerflor.

Pitroipa und Benjamin rücken in erste Elf

HSV-Coach Armin Veh baute trotz des 1:0-Erfolgs beim gestürzten Tabellenführer Mainz 05 seine Elf auf zwei Positionen um. Collin Benjamin ersetzte den formschwachen Guy Demel auf der rechten Abwehrseite, Jonathan Pitroipa kehrte für Gojko Kacar in die Mittelfeld-Raute zurück. Damit setzte Veh klar auf Offensive gegen die personell arg gebeutelten Münchner, bei denen Kollege Louis van Gaal erneut der Startelf vom 3:2-Duselsieg in der Champions League gegen CFR Cluj das Vertrauen schenkte.

Drobny feiert Debüt

Anfangs plätscherte die Partie noch etwas vor sich hin, dann aber nahm sie an Fahrt auf. Paolo Guerrero gab den ersten gefährlichen Schuss ab, zielte jedoch am Münchner Tor vorbei (13.). Im Gegenzug war es Thomas Müller, der Frank Rost im HSV-Gehäuse mit einem strammen 17-Meter-Schuss zu einer Glanzparade zwang (15.). Dann blieb dem schönsten HSV-Angriff der ersten Halbzeit die Krönung versagt: Zé Roberto spielte den flinken Pitroipa wunderbar frei, doch dessen Pass auf Ruud van Nistelrooy wurde im letzten Moment abgeblockt (29.).

Der HSV bestimmte die Begegnung, nutzte aber durch Guerrero (36.) und den kopfballstarken Joris Mathijsen (38./43.) auch weitere gute Chancen nicht. Hinzu kam Pech, denn Torhüter Rost verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Bastian Schweinsteiger am Knie und musste ausgewechselt werden. So kam Jaroslav Drobny zu seinem Liga-Debüt im HSV-Dress (42.).

Einwechslungen bleiben wirkungslos

"Der HSV gefällt mir heute ganz gut, aber die Spieler müssen fix aufpassen. Bayern ist gefährlich und immer für ein Tor gut", sagte HSV-Idol Uwe Seeler in der Halbzeitpause. Nach dem Wechsel mischten die Gäste, bei denen Nationalspieler Schweinsteiger keinen guten Tag erwischt hatte, weiterhin zu selten offensiv mit. Immerhin: Philipp Lahm traf in seinem 200. Bundesliga-Spiel nur das Außennetz (54.).

Veh brachte nach einer Stunde Mladen Petric nach auskurierter Wadenprellung als Joker ins Spiel. Der Kroate hatte die Tore zu den 1:0-Heimsiegen in den beiden vergangenen Spielzeiten erzielt und sollte nun erneut gegen den FCB zuschlagen. Für den humpelnden van Nistelrooy kam dann auch noch Maxim Choupo-Moting zum Einsatz, doch auch der Jungstar konnte nicht für den Dreier sorgen. Den hatte dann nach Petric-Pass Pitroipa auf dem Fuß, doch traf mutterseelenallein vor Hans-Jörg Butt nur den Innenpfosten des Bayern-Tores.

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