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Formel 1: Porsche-Rückkehr droht zu platzen

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Porsche-Rückkehr droht zu platzen

21.10.2010, 14:22 Uhr | sid, sid

Formel 1: Porsche-Rückkehr droht zu platzen. Ob Porsche ab 2013 in der Formel 1 Gas gibt, ist noch ungewiss. (Foto: imago)

Ob Porsche ab 2013 in der Formel 1 Gas gibt, ist noch ungewiss. (Foto: imago)

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wünscht sich nichts sehnlicher als die Rückkehr von Porsche in der Königsklasse des Motorsports. Doch das geplante Engagement droht zu platzen. Offenbar gibt es bei den etablierten Herstellern in der Formel 1 derzeit keine Bestrebungen, einen "Weltmotor" zu entwickeln.

Doch gerade die Verwendung des Einheitstriebwerks (1,6-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung), das jeder Hersteller selbst entwickeln kann, ist offenbar Voraussetzung, dass die Volkswagen AG - zu der Porsche in Zukunft gehört - in der Formel 1 starten will. Doch genau dagegen regt sich mehr und mehr Widerstand bei den aktuellen Motorenherstellern.

Haug weiß von nichts

"Für die Formel 1 war der so genannte Weltmotor bei Besprechungen, denen ich beiwohnte, nie ein Thema", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Der Automobil-Weltverband FIA hat bisher nur entschieden, dass der neue Weltmotor in der Rallye- und Tourenwagen-WM ab 2012 zum Einsatz kommen wird. Eine FIA-Entscheidung bezüglich der Formel 1 ab 2013 wird in Kürze erwartet.

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"Momentane Stabilisierung wichtig"

"Es gibt im Moment viele Treffen und Diskussionen, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen. Ich denke, eine Stabilisierung der Formel 1, wie wir sie im Moment haben, ist wichtig. Wenn man nicht stabilisiert, was man hat, kann man möglicherweise in der Zukunft Probleme bekommen“, sagte Haug weiter.

Entwicklungskosten zu teuer

Mercedes sowie die anderen Hersteller Ferrari, Renault und Cosworth schrecken Entwicklungskosten von angeblich bis zu 100 Millionen Dollar für die neuen Triebwerke ab. Daher liegt unter anderem ein Gegenvorschlag auf dem Tisch, mit den bisherigen Achtzylindern mit reduziertem Benzinverbrauch weiterzufahren. Der neue Weltmotor dagegen wäre ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung und Energierückgewinnung (KERS).

Weltmotor in anderen Serien im Einsatz

Für VW ist der Weltmotor vor allem interessant, weil dieses Triebwerk auch von Konzernmarken in anderen Serien eingesetzt werden könnte, beispielsweise in der Rallye- und Tourenwagen-WM (Skoda und Seat). Für diese beiden FIA-Serien hat der Automobil-Weltverband schon ab 2012 eine Freigabe erteilt.

Dürheimer: "Die Zeit ist reif"

Dass der neue Weltmotor Grundlage für einen Porsche-Einstieg in die Formel 1 ist, bestätigte zuletzt auch Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer. "Wir werden uns das definitive Reglement der Formel 1 ab 2013 anschauen. Wichtig ist, dass es für Jahre konstant bleibt. Die Zeit ist reif für Porsche, wieder größeren Motorsport zu betreiben", sagte Dürheimer.

Porsche soll wieder ein richtiges Team sein

Mit einem Vorstandsbeschluss pro oder kontra Formel 1 rechnet Dürheimer noch vor Jahresende, und er hat auch konkrete Vorstellungen: "Meine Empfehlung als Verantwortlicher wäre es, mit einem eigenen Team anzutreten", sagte Dürheimer, der Porsche nicht mehr bloß als Motorenlieferant, wie einst zu Zeiten mit McLaren (WM-Titel) und Footwork-Arrows sieht. Nur als eigenständiges Team könne man die Verantwortung und die Kontrolle über alle Parameter eines solches Projekts wie Motoren, Chassis, Fahrerwahl und Rennstrategie übernehmen.

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