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Sebastian Vettel ist noch lange nicht k.o.

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Formel 1 - Kolumne  

Sebastian Vettel ist noch lange nicht k.o.

25.10.2010, 07:16 Uhr | von Elmar Brümmer

Sebastian Vettel ist noch lange nicht k.o.. Sebastian Vettel hofft auf Fehler seiner Konkurrenten. (Foto: dpa)

Sebastian Vettel hofft auf Fehler seiner Konkurrenten. (Foto: dpa)

An dem Punkt war Sebastian Vettel schon mal. Fast genau vor einem Jahr, als er in Brasilien die Chance vergeben hatte, jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu werden. Hinter dem Grauschleier beim Großen Preis von Korea hat er am Sonntag den zweiten Matchball vergeben.

Vielmehr: Er ist ihm vom unzuverlässigen Renault-Triebwerk im Heck seines Red Bull genommen worden, zehn Runden vor Ende des Rennens und der ersten WM-Führung seiner Karriere. Fernando Alonso hat den Sieg in Yeongam ebenso geerbt wie die Chance, schon in zwei Wochen in Brasilien vorzeitig Champion zu werden. Der Spanier sollte sich aber nicht zu früh freuen: Sebastian Vettel mag angezählt sein, aber k.o. ist er noch nicht.

Kapitale technische Fehler häufen sich bei Red Bull

Die Achterbahn-Saison der Formel 1 hat durch das Regen-Chaos von Korea, das zwischen Unfahrbarkeit und Unverantwortlichkeit schwankte, einen weiteren Looping hinzubekommen: Alonso ist mit dem dritten Sieg in vier Rennen endgültig die Lichtgestalt der zweiten Saisonhälfte, der bislang so souveräne Mark Webber zeigt mit seiner brutalen Art von Dosenrecycling erstmals Nerven, und der schon so zahnlos wirkende britische Löwe Lewis Hamilton hat plötzlich wieder Biss: "Der Titel ist nicht unmöglich." Er liebt die Jäger-Rolle. Vettel allerdings auch, der kennt ja nichts anderes. Mit schönen Grüßen an die Red-Bull-Technik. Das Desaster von Yeongam war der sechste kapitale technische Fehler der Saison, was nützen ihm da neun Pole-Positionen? Am Ende musste er das Feuer im Heck auch noch selbst löschen.

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Alonso spricht weiter vom Fünfkampf

Jetzt muss der Zweck-Optimismus her. Der abergläubische Heppenheimer hofft, dass nicht immer nur ihm das Schicksal in die Quere kommt, und die real kalkulierende Seite in ihm setzt auf die Charakteristik der beiden ausstehenden Rennen in Sao Paulo (7. November) und Abu Dhabi (14. November): Die brasilianische Berg- und Talbahn von Interlagos kommt mit ihren engen Kurven prinzipiell Red Bull entgegen, in Abu Dhabi sieht es nicht viel anders aus. Allerdings hat Ferrari in der letzten Zeit auf jeder Art von Rennstrecke auch nicht schlecht ausgesehen. Alonso tut so, als ob er nicht von einer vorzeitigen Entscheidung in Brasilien ausgeht, er will in einer Art kontrollierten Offensive auf Ankommen fahren und spricht immer noch von einem Fünfkampf.

"Unsere Strategie ist die, beide Fahrer nach vorn zu treiben"

In der Tat ist entscheidend, wer wem die Punkte wegnehmen kann, und damit steht Red Bull vor einer Zerreißprobe. Der durch seinen Crash entthronte WM-Führende Mark Webber hat die besseren Chancen, liegt nur elf Zähler zurück, Kollege Vettel aber deren 25. Muss der Deutsche damit Adjudantendienste leisten wie Felipe Massa für Alonso? Red-Bull-Teamchef Christian Horner verneint das (noch) vehement (offiziell): "Wir haben Fernando ein großes Geschenk gemacht. Aber es wäre falsch, Sebastian jetzt schon um Unterstützung zu bitten. Es ist zu früh. Unsere Strategie ist die, beide Fahrer nach vorn zu treiben. Wir haben doch in Korea gesehen, wie schnell sich alles ändern kann. Diese WM ist nicht vor der letzten Runde von Abu Dhabi zu Ende."

Vettel hat sich nichts vorzuwerfen

Sebastian Vettel kann deshalb für seine ehrgeizigen Verhältnisse halbwegs gelassen mit der misslichen Situation umgehen, weil er sich nichts vorzuwerfen hat. Aus der Vorjahres-Pleite schlau geworden, weiß er, wie sehr es jetzt auf die Haltbarkeit der mentalen Fähigkeiten ankommt: "Ich gehe die beiden kommenden Renn-Wochenenden genauso an wie das letzte. Für mich gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Ich habe alles richtig gemacht. Kopf hoch also." Aus Korea nimmt er nichts mit. Aber jetzt geht es um Alles.

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