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Formel 1: Südkorea Grand-Prix sorgt weiter für Schlagzeilen

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Rund 38 Millionen Euro sind verschwunden

04.11.2010, 15:35 Uhr | sid, motorsport-total.com, Motorsport-Total.com, sid

Formel 1: Südkorea Grand-Prix sorgt weiter für Schlagzeilen. Skandal und Idylle liegen beim Südkorea-Grand-Prix nah beieinander. (Foto: imago)

Skandal und Idylle liegen beim Südkorea-Grand-Prix nah beieinander. (Foto: imago)

Chaotische Organisation vor dem Rennen, Skandale danach. Auch zwei Wochen nach dem Formel-1-Grand-Prix von Südkorea reißen die negativen Schlagzeilen nicht ab. Nach Angaben koreanischer Medien verdächtigt die Regierung der Provinz von Jeollanam-do den Veranstalter KAVO (Korean Auto Valley Operation), umgerechnet rund 38 Millionen Euro veruntreut zu haben. "Irgendetwas ist da nicht in Ordnung", sagte Jung Hwan-dae, Vizepräsident der Provinzialversammlung, "wir werden alle Dokumente durchsuchen."

Ein Sprecher von KAVO erklärte lediglich, es hätten "keine illegalen Handlungen stattgefunden". KAVO hatte ursprünglich 340 Milliarden Südkoreanische Won (umgerechnet knapp 220 Millionen Euro) für den Bau des Korea International Circuit veranschlagt. Allerdings flossen letztendlich 400 Milliarden Won in das Projekt. Wohin der Rest gekommen ist, weiß niemand.

Formel-3-Rennen abgesagt

Das Rennen in Südkorea war erst zwei Wochen vor der Austragung bestätigt worden. Am Renn-Wochenende gab es zahlreiche Probleme mit nicht ausgebauten Zufahrtswegen oder Zuschauertribünen. Ein für Ende November geplantes internationales Formel-3-Rennen auf der Strecke hatte der Veranstalter wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

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Auswirkungen sind unklar

Der Vertrag der Rennstrecke mit Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone läuft bis 2016, mit einer Option auf weitere fünf Jahre Laufzeit. Nach koreanischen Medienangaben müssen die Südkoreaner jährlich umgerechnet 25 Millionen Euro überweisen. Die Summe steigert sich jährlich um zehn Prozent. Auswirkungen des Skandals auf das Vertragsverhältnis sind bislang noch nicht bekannt.

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