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Vettel kontert Webber: "Gute Freunde werden wir wohl nie"

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Vettel: "Gute Freunde werden wir wohl nie"

06.11.2010, 13:16 Uhr | sid, t-online.de, sid, t-online.de

Vettel kontert Webber: "Gute Freunde werden wir wohl nie". Haben sich nicht mehr viel zu sagen: Webber (li.) und Vettel (Foto: imago)

Haben sich nicht mehr viel zu sagen: Webber (li.) und Vettel (Foto: imago)

Die Attacken seines Teamkollegen Mark Webber im Herzschlagfinale der Formel 1 prallen an Sebastian Vettel ab. "Ach, er hat schon so einiges gesagt in dieser Saison", sagte der 23-Jährige Red-Bull-Pilot im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und konterte seinerseits: "Lassen Sie es uns so sehen. Nach dem, was passiert ist im Laufe der Saison, werden wir wohl nie gute Freunde werden."

Webber hatte vor dem vorletzten WM-Rennen am Sonntag in Brasilien unter anderem behauptet, Vettel sei der Liebling des Teams und habe kein übermäßiges Talent. Zudem hatte er gefordert, der elf Jahre jüngere Kollege müsse ihm helfen, obwohl auch Vettel noch Titelchancen hat.

Respekt vor Webber - mehr aber nicht

"Ich versuche, ihn überall zu schlagen", sagte der Deutsche: "Aber ich habe kein Problem mit ihm. Ich respektiere ihn als Fahrer. Darüber hinaus will ich nicht ins Detail gehen. Vielleicht sollte ich meine Meinung manchmal für mich behalten, das wäre smarter. Aber ich bin wohl der Letzte, der einen Konflikt sucht, wenn es nicht nötig ist."

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Grundsätzlich für Stallorder

Den Vorwurf, vom Team bevorzugt zu werden, wollte der Hesse ebenfalls nicht so stehen lassen: "Ich sehe das nicht so. Das Team gibt uns beiden ein sehr gutes Auto, mit dem wir regelmäßig um Siege fahren können." Obwohl der aktuelle WM-Vierte es ausschloss, schon am Wochenende für den zweitplatzierten Webber zu fahren, sprach er sich grundsätzlich für Teamorder aus. "Laut Reglement ist sie verboten", sagte Vettel. "Aber wir kennen doch das Spiel. Es steckt viel Geld, viel Macht, unglaublich viel Mühe drin, alles zu optimieren. Wenn jemand die Chance hat, den anderen zu schlagen, dann würde wohl jeder eine Teamorder anwenden."

Vettel: "Ich wünsche keinem meiner Gegner einen Motorschaden"

Die Hoffnung auf einen Motorschaden bei WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, der ausschließlich auf Aggregate mit bereits Laufleistung zurückgreifen muss, wollte Vettel nicht äußern. "Nein. Das wünsche ich keinem meiner Gegner", sagte er und ergänzte schmunzelnd: "Aber ich würde ihn schon annehmen."

Nur Mietwagen werden schlecht behandelt

Einen Zusammenhang zwischen seiner eigenen Pechsträhne in dieser Saison mit zahlreichen technischen Pannen und seinem Fahrstil sieht Vettel nicht. "Es mag Fahrer geben, deren Fahrstil technische Probleme provozieren. Aber ich zähle mich mit ziemlich hoher Sicherheit nicht dazu", sagte er: "Die einzigen Autos, die ich schlecht behandele, sind Mietautos; und als letztes mein eigenes."

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