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Jenson Button fürchtete bei Überfall um sein Leben

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Button fürchtete um sein Leben

07.11.2010, 09:55 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

Jenson Button fürchtete bei Überfall um sein Leben. Jenson Buttons wurde von sechs Männern mit Maschinengewehren angegriffen. (Foto: xpb)

Jenson Buttons wurde von sechs Männern mit Maschinengewehren angegriffen. (Foto: xpb)

Seinen WM-Titel Formel 1 wird Jenson Button wohl an diesem Wochenende beim Grand Prix von Sao Paolo verlieren, aber immerhin ist der scheidende Champion noch am Leben. Das ist nach einem Überfall am Samstagabend, bei dem sein Wagen auf dem sieben Kilometer langen Weg vom Autódromo José Carlos Pace zum Hotel angegriffen wurde, alles andere als selbstverständlich.

Button war allerdings nicht der einzige, der um sein Leben fürchten musste. Auch Mitglieder des Sauber-Teams wurden überfallen. Wie eine Sprecherin des Teams bestätigte, waren drei Ingenieure beim Halt an einer Ampel von fünf Männern bedroht worden. Einer der Gangster hielt einem Mann eine Maschinenpistole an den Kopf. Die Täter stahlen zwei auf dem Sitz liegende Rucksäcke mit Ausweisen, Handys und Bargeld und flüchteten.

Maschinengewehre auf die Limousine gerichtet

Der Überfall auf den Wagen von Button war ähnlich dramatisch: Button saß mit seinem Vater John, Manager Richard Goddard und Physiobetreuer Mike Collier in seiner gepanzerten Limousine, als diese gegen 19.00 Uhr von sechs Männern überfallen wurde. Diese richteten Maschinengewehre auf den Mercedes. Doch der geistesgegenwärtigen Reaktion des Chauffeurs, ein extra für solche Situationen ausgebildeter Polizist, ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

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Actionreiche Flucht durch den Stau

"Mein Fahrer hat ungefähr fünf Autos gerammt. Wir fuhren quasi über die hinweg", sagte Button gegenüber der "Mail on Sunday". Die Unfallopfer folgten dem Wagen des Formel-1-Stars zu dessen Nobelhotel im Stadtteil Morumbi, um sich wegen ihrer Schadenersatzansprüche dessen Versicherungsinformationen zu besorgen. Doch das dürfte nach dem Schreck seines Lebens die geringste Sorge des 30-Jährigen gewesen sein.

"Wir fuhren von der Strecke zurück und waren bei einer schäbigen Baracke, kamen im hektischen Verkehr nur langsam voran", erinnert er sich. "Dann sah ich einen Hund herauskommen, der sehr süß war. Das Nächste, was ich sah, war schon ein Mann mit einem Gewehr. Es waren sechs Männer, alle mit Maschinengewehren. Mein Fahrer war ein Held. Es war sehr angsteinflößend, aber ich weiß nicht, ob die eigentlich wussten, wen sie da überfallen."

Erinnerungen an Schumachers Warnungen

"Ich habe gesagt: 'Ist das nicht ein Gewehr?' Da richtete unser Chauffeur auch schon das Auto schräg aus. Ich bin nur froh, dass ich meine Freundin Jessica nicht dabei hatte, denn die wäre sicher heftig erschrocken", sagte der Brite erleichtert. Das Unterwäschemodel begleitet ihn zu vielen Rennen, muss an diesem Wochenende aber arbeiten. Ralf Schumacher hat ja schon vor Jahren immer gesagt: "Wer seine Frau nach Sao Paulo mitnimmt, ist selbst schuld!"

Manager Goddard erlebte den Zwischenfall folgendermaßen: "Ich bemerkte, dass einer der Kerle etwas in der Hand hatte, was wie ein großer Schlagstock aussah. Dann schrie auch schon jemand: 'Der hat ein Gewehr!' Ein anderer schien eine noch größere Waffe zu haben. Der Kerl zog das Gewehr raus und ein anderer zog ein noch größeres raus und dann liefen sie auf unser Auto zu. Wir brüllten den Fahrer nur noch an: 'Go, go, go!'"

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Nicht der erste Überfall in Sao Paulo

"Zum Glück ist der Mercedes verdammt robust und wir hatten einen Polizeifahrer - wenn nicht, dann hätte das möglicherweise eine sehr scheußliche Situation werden können. Das waren keine Pistolen, die diese Kerle hatten. Ich habe keine Ahnung, was passiert wäre, wenn unser Fahrer das Auto nicht in Bewegung gebracht hätte", so Goddard, der übrigens vor vier Jahren ebenfalls in São Paulo war, als Toyota-Teammitglieder von bewaffneten Jugendlichen überfallen wurden.

Button haben möglicherweise die Sicherheitsvorkehrungen von McLaren das Leben gerettet. So stellt das Team seinen Fahrern gepanzerte Limousinen sowie speziell ausgebildete und bewaffnete Polizisten als Chauffeure zur Verfügung. Normalerweise fährt Button immer selbst zur Strecke, doch in São Paulo macht er auf Wunsch des Teams eine Ausnahme. Außerdem ist es McLaren-Mitarbeitern streng verboten, in der Stadt Teamkleidung zu tragen, um nicht aufzufallen.

Button kann beim Rennen starten

Da bei dem Überfall nur Sachschaden entstanden ist, aber niemand verletzt wurde, steht Buttons Teilnahme am heutigen Grand Prix von Brasilien in Interlagos nichts im Wege. Der Noch-Weltmeister muss sich auch keine Sorgen um seine Sicherheit machen, denn nach der Anzeige des McLaren-Teams bei der Polizei haben die Behörden angekündigt, dass sie zusätzliches Sicherheitspersonal für den Transfer vom Hotel zur Strecke bereitstellen werden.

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