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Vettels Sieg für die Hoffnung

08.11.2010, 07:12 Uhr | von Elmar Brümmer, t-online.de

Sebastian Vettels Sieg für die Hoffnung. Sebastian Vettel ist zumindest in Brasilien die Nummer eins. (Foto: AP)

Sebastian Vettel ist zumindest in Brasilien die Nummer eins. (Foto: AP)

Die Tatsache, dass Sebastian Vettel sogar jodeln kann, ist eine ziemlich wichtige auf dem Weg der Formel 1 zum großen Show-Down von Abu Dhabi am kommenden Wochenende. Denn der Gefühlsausbruch des Heppenheimers über den Boxenfunk nach seinem Sieg beim Großen Preis von Brasilien, seinem vierten insgesamt in dieser Saison und dem zweiten in den letzten drei Rennen ist das akustische Warnsignal für Fernando Alonso und Mark Webber. Es besteht wieder (Titel-)Hoffnung!

Aus dem Rennquintett ist, selbst wenn Lewis Hamilton noch eine Minimalchance hat, auf der Berg- und Talbahn von Interlagos ein Dreikampf geworden. Zwischen dem Trio, das auch das Podest von Sao Paulo belegte: Die beiden Red-Bull-Fahrer Vettel und Webber sowie Ferrari-Alphatier Fernando Alonso. Vor dem letzten Rennen ist die Reihenfolge in der Weltmeisterschafts-Gesamtwertung jedoch eine andere: Alonso führt mit 246 Punkte vor Webber (238) und Vettel (231). Rechenschieber raus, das lässt für das Finale in der Wüste einige mathematische Überlegungen zu.

Red Bull gewinnt den Konstrukteurstitel 

Sebastian Vettel zeigte sich nach dem K.o. von Korea runderneuert, und Red Bull ließ die einzige Nullnummer des Jahres mit dem vierten Doppelerfolg der Saison vergessen – 43 Punkte, die dem 2005 gegründeten Team vorzeitig den Konstrukteurstitel einbrachten. Brasilien-Sieger Vettel verneigte sich vor seinem RB 6, auf dem Podium zeigte er allen die Zunge – plötzlich ist doch noch alles drin. Aber übermütig werden, davor hat ihn Papa Norbert gewarnt: "Junge, was man nicht in den Händen hält, das kann man nicht greifen." Natürlich hat immer noch Alonso die besten Karten, und Webber hat auch ein besseres Punktepolster.

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Freie Fahrt für beide

Damit ist das Thema Stallorder wieder brandaktuell. Am Sonntagmorgen in Interlagos hatten die roten Bullen beraten, wie sie damit umgehen. Eine klare Absprache gab es nur in Sachen Platz lassen beim Überholen und darin, sich nicht gegenseitig in Fehler oder Überbeanspruchung des Materials zu hetzen. Wäre Alonso vorn gelegen, dann hätten nicht die Manager Christian Horner oder Helmut Marko das Kommando zum Platztausch zu Gunsten von Webber gegeben, Vettel hätte es selbst entscheiden können. Damit gilt zunächst weiterhin: Freie Fahrt für beide – auch wenn das, wie 2007 von McLaren unfreiwillig vorexerziert, die Chancen für einen Ferrari-Triumph erhöht.

"Es lebe der Sport", bemerkt Niki Lauda, meint es allerdings zynisch. Ferraris Chef-Renningenieur Chris Dyer bedankte sich: "Damit haben sie uns heute einen großen Gefallen getan. Ich bin aber mir sicher, dass sie in Abu Dhabi nicht so großzügig sein werden." Hätten Webber und Vettel die Plätze getauscht, könnte Webber mit einem Sieg nächsten Sonntag auf jeden Fall Weltmeister werden. So aber hat der Australier acht Punkte Rückstand auf Fernando Alonso und muss selbst bei vollen 25 Punkten auf Schützenhilfe hoffen. Dann darf nämlich Alsonso höchstens Dritter werden, damit Webber den Titel gewinnt.

Die Wüste wird beben

Sebastian Vettel ist nach vielen verkorksten Rennen auf den Punkt topfit, ähnlich wie Alonso. Ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, gestand er nach seinem selbst durch eine Safety-Car-Phase nicht zu gefährdenden Sieg. Er fühlt sich darin bestätigt, den Glauben an den Titel nicht verloren zu haben: "Wenn es 26 Punkte wären, die fehlen, dann wäre es unmöglich, aber 16 sind möglich." Sein Fokus gilt nicht der Rechnerei, er will sich nur auf seine Leistung konzentrieren: "Ich muss versuchen, in Abu Dhabi wieder zu gewinnen. Und dann schauen wir, wo Fernando ins Ziel kommt, oder ob er womöglich nicht ins Ziel kommt..." Die Scuderia hat den Tank immer noch voller Selbstbewusstsein, Rang zwei ist das Ziel für das Rennen auf Yas Island – dann wäre egal, was die anderen machen. "In Abu Dhabi beginnen wir alle wieder bei Null", weiß Alonso. Die Wüste wird beben.

Was passiert wenn?

** Wenn Fernando Alonso gewinnt, wird er Weltmeister.
** Wenn Mark Webber gewinnt, darf Alonso höchstens Dritter werden, damit Webber den Titel holt.
** Gewinnt Vettel, wird er nur Weltmeister, wenn Alonso gleichzeitig höchstens Fünfter wird. Dann könnten zwar Vettel, Webber und Alonso mit 256 die gleiche Punktzahl aufweisen, doch Vettel läge aufgrund des direkten Vergleiches vorne.
** Vettel wird auch Weltmeister, wenn er Zweiter wird, Alonso höchstens Neunter und Webber maximal auf Rang fünf ins Ziel kommt.

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