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Fecht-WM: Limbach & Co. verlieren gegen den Titelverteidiger

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Fechten - WM  

Deutsche Säbelherren unterliegen gegen Rumänien

10.11.2010, 10:19 Uhr | sid, sid

Fecht-WM: Limbach & Co. verlieren gegen den Titelverteidiger. Enttäuschung pur beim Säbel-Vizeweltmeister Nicolas Limbach. (Foto: imago)

Enttäuschung pur beim Säbel-Vizeweltmeister Nicolas Limbach. (Foto: imago)

Großer Frust statt großer Überraschung: Die deutschen Säbelherren um Vize-Weltmeister Nicolas Limbach sind bei der Fecht-WM in Paris gegen Titelverteidiger Rumänien gescheitert. Am ersten Tag der Mannschaftswettbewerbe verlor das deutsche Fechter-Quartett nur knapp mit 42:45. Somit verpassten Limbach, Benedikt Beisheim, Max Hartung und Johannes Klebes nach großem Kampf die dritte Medaille für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB).

"Das sind natürlich keine Pappenheimer, aber es war eine große Chance, deshalb ist die Enttäuschung ebenso groß", sagte Limbach nach dem Aus. "Uns fehlen in den entscheidenden Situationen einfach die wichtigen Punkte." Die Deutschen, bei der Heim-EM in Leipzig Bronzemedaillengewinner, lagen gegen Rumänien bereits 26:34 zurück, ehe der am gesamten Tag auftrumpfende Beisheim sich und seine Teamkollegen zwischenzeitlich sogar mit 35:34 in Führung brachte.

Lautstarker Disput mit dem Trainer

Doch die nach ihm fechtenden Limbach und Hartung mussten am Ende ihren Gegnern Tribut zollen. Besonders Limbach, ein ausgesprochener Teamplayer, zeigte sich selbstkritisch. "Ich habe heute sicherlich nicht plus gefochten", sagte Limbach, der sich während des Gefechts einen lautstarken Disput mit Bundestrainer Vilmos Szabo geliefert hatte. "Ich war unzufrieden und fühlte mich von draußen nicht unterstützt. Da kann es mitten in der Entscheidung auch mal laut werden", sagte der 24-Jährige, der zuvor Silber mit dem Säbel im Einzelwettbewerb geholt hatte.

Trainer Szabo: "Nico war heute ein bisschen nervös"

"Die Erwartungshaltungen an Nico sind natürlich enorm", sagte Szabo und verwies auf den Druck, unter dem das Aushängeschild des deutschen Säbelfechtens in jedem Mannschaftswettbewerb steht: "Er war heute ein bisschen nervös."

Änderung der Startaufstellung zahlt sich nicht aus

Auch die gewagte Aufstellung des Bundestrainers, der auf den sonst gesetzten Björn Hübner (Knieverletzung) verzichten musste, zahlte sich am Ende nicht aus. Anstatt wie sonst Limbach als letzten Fechter auf die Planche zu schicken, um in der entscheidenden Situation des Gefechts seine ganze Klasse ausspielen zu können, bestritt der nur für den Mannschaftswettbewerb nominierte Max Hartung das Schlussgefecht. "Das war volles Risiko. Ich hab gedacht, Nico macht vorher einen großen Vorsprung, den wir dann verteidigen können. Aber das hat nicht geklappt", sagte Szabo.

Platz fünf am Ende

Mit Platz fünf am Ende feierten die Deutschen aber dennoch einen versöhnlichen Abschluss. Gegen China gewann Deutschland mit 45:38, zuvor unterlag Südkorea mit dem gleichen Ergebnis. "Auf der einen Seite haben wir natürlich eine Medaille verloren, aber dennoch einen Fortschritt gemacht", so Szabo. Im vergangenen Jahr stand Platz elf bei der WM in Antalya zu Buche. "Wir müssen uns entwickeln und haben Moral gezeigt", sagte Limbach nach dem letzten Gefecht: "Ich bin mit 24 Jahren ja der Älteste im Team."

Damen müssen sich gegen USA geschlagen geben

Für die Herren ging es danach nur noch um die Plätze fünf bis acht. Die deutschen Damen waren ohne Medaillenchance und verloren im Achtelfinale gegen die favorisierten Amerikanerinnen. Mit der WM-Sechsten Stefanie Kubissa, Davina Hirzmann, Alexandra Bujdoso und der EM-Dritten Sibylle Klemm unterlag man in der Runde der letzten 16 gegen die USA mit der Olympiasiegerin und zweimaligen Weltmeisterin Mariel Zagunis 25:45. Zum Auftakt hatte Deutschland mit 45:38 gegen die Dominikanische Republik gewonnen. Die Damen mussten im Anschluss in die Gefechte um die Positionen 9 bis 16.

Russland holt Doppelt- Gold

Russland hat mit beiden Säbel-Teams Gold gewonnen. Die russischen Damen entthronten die Ukraine im Finale mit 45:33 Treffern. Danach setzte sich auch Russlands Herrenmannschaft durch und besiegte Italien mit 45:41. Vorjahresgewinner Rumänien holte diesmal Bronze.

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