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Sebastian Vettel krönt sich zum neuen Formel-1-Weltmeister

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Rennen in Abu Dhabi  

Vettel erfüllt sich in Abu Dhabi seinen größten Traum

| dpa, t-online.de

Sebastian Vettel krönt sich zum neuen Formel-1-Weltmeister. Weltmeister Sebastian Vettel ist nach seinem grandiosen Triumph zu Tränen gerührt. (Foto: dpa)

Weltmeister Sebastian Vettel ist nach seinem grandiosen Triumph zu Tränen gerührt. (Foto: dpa)

Er hatte nur eine kleine Chance, und genau die hat er genutzt: Sebastian Vettel gewinnt den Großen Preis von Abu Dhabi und krönt sich zum jüngsten Weltmeister in der langen Geschichte der Formel 1. Fernando Alonso, dem im Saisonfinale ein dritter Platz zum Titel gereicht hätte, kam nicht über Rang sieben hinaus. Am Ende fehlten dem Spanier vier Punkte in der Gesamtwertung auf Vettel.

Neben Vettel standen die beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button auf dem Podium. Für Michael Schumacher war das letzte Rennen seiner Comeback-Saison bereits in der ersten Runde beendet.

Vettel: "Eine fantastische, unglaubliche Reise"

Für Vettel war der Titelgewinn die perfekte Punktlandung am Ende einer bewegten Saison. Der Red-Bull-Pilot lag während des gesamten Jahres nicht ein einziges Mal an der Spitze der Gesamtwertung, war immer nur in der Rolle des Verfolgers unterwegs. Nach Lauf Nummer sechs war der Heppenheimer mal auf Rang zwei punktgleich mit dem damaligen Spitzenreiter Mark Webber im zweiten Red Bull. Ansonsten lauerte Vettel meist als Vierter oder Fünfter auf seine Chance.

"Ich kann noch nicht glauben, dass dies passiert ist", sagte Vettel, der mit seinem Triumph in Abu Dhabi Hamilton als jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte abgelöst hat. Mit 23 Jahren, 4 Monaten und 11 Tagen war Vettel bei seinem ersten Titelgewinn gute fünf Monate jünger als der Brite, der 2008 bei seinem Erfolg 23 Jahre, 9 Monate und 26 Tage alt war. Auf den weiteren Plätzen dieser Rangliste folgen Alonso, der Brasilianer Emerson Fittipaldi und Michael Schumacher.

Formel 1 - Video 
Grenzenloser Jubel

Fans und Freunde feiern in Vettels Heimatort Heppenheim den WM-Titel. Video

"Ich muss mich bei vielen Leuten bedanken. Angefangen bei den Leuten hier an der Strecke, meinen Mechanikern... die Liste würde jetzt ziemlich lang", sagte Vettel auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. "Das war eine fantastische, unglaubliche Reise mit all diesen Leuten. Ich kann nur sagen: Danke!"

"Ich habe versucht, das komplett auszublenden"

Während des gesamten Rennens wusste Vettel nicht, wo seine Konkurrenten lagen. "Ich habe versucht, das komplett auszublenden", sagte er. "Kurz, nachdem ich die Ziellinie überquert hatte, kam ein Ingenieur an den Funk. Er sagte, es sieht ganz gut aus. Da war mir schon einiges klar, denn er klang ziemlich nervös. Nach ein paar Sekunden wussten wir dann, dass man es uns nicht mehr nehmen kann."

Vettel gewinnt den Start, Schumacher kollidiert mit Liuzzi

Der mit Spannung erwartete Start verlief für Vettel ganz nach Plan. Der Heppenheimer hatte den attackierenden Hamilton gut im Griff, beide kamen ohne sich zu berühren durch die erste Kurve. Alonso hingegen musste sich Hamiltons Teamkollege Button geschlagen geben, fiel damit auf Rang vier zurück.

Nur kurze Zeit später musste das Rennen allerdings unterbrochen werden. Schumacher drehte sich, der von hinten heran eilende Liuzzi konnte nicht mehr ausweichen und krachte ungebremst seitlich in Schumachers Boliden. Das Aus für beide Piloten, Bernd Mayländer musste mit dem Safety Car auf die Strecke. Beim Restart nach fünf Runden änderte sich nichts an der Reihenfolge.

Druck nimmt zu, Webber touchiert die Leitplanke

Vettels Teamkollege schien ein wenig nervös zu sein. Durch seinen fünften Platz war für Mark Webber der Gewinn des Titels in weite Ferne gerückt, zumal sein direkter Konkurrent direkt vor ihm lag. Einen Beleg für den Druck, der auf dem Australier lastete, gab es in Runde zehn. Webber kam der Leitplanke kurz nach der Hotelunterfahrt immer näher, berührte diese mit seinem rechten Hinterrad. Ein kurzer Funkenschlag machte den Ernst der Situation deutlich.

Webber meldete Probleme mit seinen Reifen, seine Crew reagierte sofort und holte ihn zum Boxenstopp. Die Qualität der weicheren Gummis nahm deutlich ab, die Rundenzeiten stiegen stetig an. Alonso kam als erster Fahrer des Spitzenquartetts zum Reifenwechsel - und lag nach der Ausfahrt aus der Boxengasse wieder vor Webber.

Alonso kommt nicht an Petrov vorbei, Vettel mit tollem Stopp

Aber Webber machte Alonso auch keine Kopfschmerzen. Vielmehr hatte der Ferrari-Fahrer an Vitaly Petrov zu knabbern. Der Russe im Renault nutzte die Safety-Car-Phase für seinen Stopp, bremste nun Alonso in dessen Bemühungen aus, wieder näher an die Spitze heranzufahren. Die erste ernste Attacke Alonsos wäre beinahe zum Fiasko geworden. Nur knapp entging der Spanier einem Crash. Webber war zu weit weg, um seinerseits den vor ihm Liegenden einzukassieren.

Nach 23 Runden ging dann zunächst Hamilton an die Box, Vettel tat es dem Briten nur einen Umlauf später gleich. Vettel kam noch vor Kubica und Kobayashi zurück auf die Piste, während Hamilton hinter den beiden lag. Button führte unterdessen das Rennen an und versuchte, seinen Vorsprung weiter auszubauen.

Vettel auf Titelkurs, Hamilton mit Reifenproblemen

Die Spannung stieg mit jeder Runde. Zur Hälfte des Rennens lag Vettel tatsächlich auf Weltmeister-Kurs - Petrov sei Dank. Bei Hamilton kündigten sich Probleme mit den Reifen an. Seine stetigen Attacken auf Kubica machten seinem linken Vorderrad zu schaffen. "Der Reifen ist am Ende. Ich brauche wohl einen zweiten Stopp", sagte der Brite per Boxenstopp. Doch der Kommandostand gab ihm zu verstehen, dass man keinen weiteren Stopp plane, es sei denn, dieser wäre unumgänglich.

Zehn Runden vor Ende des Rennens glaubte kaum einer mehr daran, dass Alonso den Titel noch holen würde. Sein früher Stopp brach ihm wohl das Genick. Hinter Petrov zu liegen war das Schlimmste, was ihm hatte passieren können. Ausgerechnet in Abu Dhabi fuhr der Russe das beste Rennen seiner jungen Formel-1-Karriere.

Hamilton saugt sich heran, Vettel bleibt cool

Hamilton kam in den letzten Runden noch einmal näher an Vettel heran. Wirklich Druck ausüben auf den Spitzenreiter konnte er aber nicht mehr. Zwischen Hamilton und Alonso dienten Button, Rosberg, Kubica und Petrov als Puffer. Vettel fuhr ein absolut fehlerfreies Rennen, gewann den Grand Prix hochverdient und freute sich riesig über den Titel. Mit tränenerstickter Stimme rief er seinem Kommandostand zu: "Unglaublich. Danke Jungs. Ich liebe euch!"

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