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Fernando Alonso: Erst unglaublich wütend, dann ein fairer Verlierer

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Ferrari  

Alonso: vom Wüterich zum fairen Verlierer

15.11.2010, 10:15 Uhr | t-online.de / motorsport-total.com, Motorsport-Total.com, t-online.de

Fernando Alonso: Erst unglaublich wütend, dann ein fairer Verlierer. Immer dran, aber nur dahinter: Alonso (re.) gegen Petrov (Foto: xpb.cc)

Immer dran, aber nur dahinter: Alonso (re.) gegen Petrov (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Es war das Duell, welches die Weltmeisterschaft zugunsten Sebastian Vettels entschied. Fernando Alonso lag nach einem Taktikfehler fast das gesamte Rennen hinter Renault-Pilot Vitaly Petrov, fand keinen Weg vorbei am Russen - und verlor dadurch letztendlich den Titel. Entsprechend hart fiel die Reaktion des Spaniers bei der Zieldurchfahrt aus. Mit erhobener Faust machte er eine bedrohliche Geste Richtung Petrov.

Viel mehr als der Ausdruck der eigenen Verzweiflung und Wut war es aber nicht. Kurz nach der Ankunft in der Boxengasse gab Alonso den fairen Verlierer. "Jemand war besser als wir, sie haben am Ende der Meisterschaft mehr Punkte. Gratulation an sie."

Bananenschale liegt vor Alonsos Ferrari

Aber was war eigentlich genau passiert? Fernando Alonso ging als klarer Favorit in den WM-Showdown in Abu Dhabi. Doch schon beim Start verlor der Ferrari-Pilot eine Position an Jenson Button. Zuvor hatte ihm ein Scherzkeks noch eine Bananenschale hingelegt, die natürlich rechtzeitig entfernt wurde. Am Ende überquerte er nur als Siebter die Ziellinie. Vierter hätte er werden müssen, um selbst zum dritten Mal Weltmeister zu werden.

Doch das wurde durch einen taktischen Fehler vereitelt. Als Red Bull den hinter Alonso fahrenden Mark Webber früh an die Box holte, reagierten die Italiener und holten Alonso vier Runden später ebenfalls rein. Dadurch steckte er bis zum Ende des Rennens hinter Vitaly Petrov im Renault fest.

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"Wir mussten uns entscheiden: Webber oder Petrov"

"Petrov kam unerwartet während der Safety-Car-Phase rein und Webber stoppte auch sehr früh, also mussten wir uns entscheiden, ob wir gegen Webber oder gegen Petrov fahren", erinnert sich Alonso an die entscheidenden Momente. "Wir haben uns entschieden, Webber zu covern. Das war vielleicht nicht richtig, aber im Nachhinein ist es immer einfach, die Strategie zu analysieren. Wir können es nicht mehr ändern."

Er selbst habe keine Zeit gehabt, über das Timing des Boxenstopps nachzudenken. "Ich sah, dass Webber und Felipe an der Box waren. Webber holte auf, daher mussten wir uns rasch entscheiden: An die Box kommen und vor Webber bleiben oder draußen bleiben? Wenn wir so lange draußen geblieben wären wie Button, wäre es vielleicht aufgegangen, aber du weißt nie, ob die weichen Reifen halten", sagte der 29-Jährige.

Aussichtslos hinter Petrov, zufrieden mit erstem Ferrari-Jahr

Alonso steckte 40 Runden lang hinter Petrov fest, wäre dem Russen in der 23. Runde beim Anbremsen von Kurve acht beinahe ins Heck gerauscht. Langsam erkannte der Ferrari-Kommandostand das Ausmaß des taktischen Fehlers. "Ich weiß, du gibst dein Bestes, aber es ist entscheidend, dass du vorbeikommst!" Doch der Funkspruch von Renningenieur Andrea Stella klang bei mindestens drei km/h weniger Topspeed wie ein Hohn.

Trotz des verpassten Titels gab sich Alonso zufrieden mit der Saison. "Es war ein gutes erstes Jahr bei Ferrari", sagte er. "In den vergangenen Jahren habe ich immer um den Q3-Einzug kämpfen müssen, aber jetzt durfte ich wieder um die Weltmeisterschaft kämpfen. Ich habe fünf Grands Prix gewonnen und liege damit vor Lauda und Fangio - davon hätte ich früher nie geträumt. Ich werde mich ewig an dieses Jahr erinnern, trotz des Endergebnisses. Ich bin sehr stolz, und das Team hat fantastische Arbeit geleistet."

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