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Vettel: "Ich bin extrem stolz"

15.11.2010, 14:59 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettel: "Ich bin extrem stolz". Da fliegt die Kuh - oder der Bulle: Weltmeister Sebastian Vettel. (Foto: imago)

Da fliegt die Kuh - oder der Bulle: Weltmeister Sebastian Vettel. (Foto: imago)

Ganz Deutschland ist im Vettel-Fieber. Keine Zeitung, kein Online-Portal, das nicht mit dem jüngsten Weltmeister in der Formel-1-Geschichte aufgemacht hat. Der 23-Jährige kann seinen großen Triumph selber noch nicht fassen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", sagt der Heppenheimer.

Im Interview spricht Sebastian Vettel über das Saison-Finale in Abu Dhabi, seine Emotionen bei der Zieldurchfahrt und spricht Weltmeistermacher Vitaly Petrov seinen Dank aus.

Frage: Weltmeister, was ist das für ein Gefühl?
Sebastian Vettel: Unglaublich. Die Auslaufrunde habe ich einfach nur genossen. Seit ich ein kleines Kind bin, verfolge ich die Formel 1. Vor dem Rennen habe ich mir gesagt: "So viele Menschen sind aufgeregt wegen dieses Rennens, wollen die WM-Entscheidung sehen und miterleben, wer es schafft." Davon ein Teil zu sein, zu den Top Four zu gehören, machte mich sehr stolz und glücklich. Ich möchte nicht zu philosophisch klingen, aber wir reisen das ganze Jahr so viel, sehen so viele verschiedene Orte, verschiedene Leute. Da schätzte ich mich plötzlich unheimlich glücklich, weil ich etwas tun kann, was ich liebe. Die Leute sagen, dass wir Formel-1-Fahrer es nicht so schlecht haben, und ich genieße es wirklich."

Warum waren Sie so gelöst?
Ich hatte mir eingeredet, dass es unabhängig vom Ergebnis eine gute Saison war, weil wir so viele Probleme hatten, die uns so viele Punkte gekostet haben. Dann fuhr ich über diese Linie.

Und sind nun Weltmeister...
Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich bin extrem stolz. Wir haben jemanden im Team, der kennt alle Weltmeister seit 1950 auswendig. Man muss ihm nur das Jahr sagen und er sagt den Weltmeister. Jetzt mit Fahrern wie Senna und Michael auf dieser Liste zu stehen, das kann ich noch gar nicht einordnen. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich jetzt auch meinen Namen auf dieser Liste verewigen darf.

Vitaly Petrov hat Fernando Alonso das ganze Rennen hindurch aufgehalten. Können Sie bestätigen, dass Sie für das nächste Jahr sein Hauptsponsor sein werden?
Daran müssen wir noch arbeiten. Ob direkt oder indirekt: Danke für die Hilfe. Ich hoffe, er ist nächstes Jahr noch dabei.

Wie Kimi Räikkönen 2007 sind Sie noch vom dritten Platz zum Titel gefahren. Hat das etwas mit Glück zu tun oder mit Können?
Ich habe an Kimis Situation gedacht, meine Situation war ähnlich. Unsere Position war ein bisschen besser angesichts der fehlenden Punkte. Aber wer Kimi kennt, der kennt auch seine größte Stärke - nicht immer, aber in dem Moment sicher - sich einen Dreck um alles zu scheren und sein eigenes Ding durchzuziehen. Das war auch mein Ziel. Was er vor drei Jahren erreicht hat, war sehr speziell. Viele von uns waren damals dabei, aber niemand hätte es für möglich gehalten. Er hat uns eines Besseren belehrt, aber es waren besondere Umstände, genau wie diesmal. Wer hätte gedacht, dass ein Ferrari, der vom dritten Startplatz ins Rennen geht, nur Siebter wird? So läuft das manchmal.

Formel 1 - Video 
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Sie sind jetzt der jüngste Weltmeister aller Zeiten. Freut Sie das?
Als Lewis Weltmeister wurde, habe ich mich gefragt, ob es jemals noch einen jüngeren geben wird. Um ehrlich zu sein: Ein Jahr vorher hatte er es nur um einen Punkt verpasst. Man kann über Rekorde diskutieren, aber sie sind da, um gebrochen zu werden. Es ist schön, mit Leuten wie Lewis und Michael, der fast alle anderen Rekorde hält, in einem Atemzug genannt zu werden, aber das ist jetzt nicht die Hauptsache. Zwischen mir und Lewis liegen nur ein paar Tage. Ich finde nicht, dass das einen Unterschied macht.

Viele Leute hatten nicht verstanden, dass Ihr Team Sie in Sao Paulo nicht aufgefordert hat, Mark Webber vorbeizulassen. Hätten Sie es gemacht, wären Sie jetzt nicht Weltmeister geworden...
Ja, also haben wir es richtig gemacht. Im Nachhinein sagt sich das immer leicht. Ferrari hat viel Kritik abbekommen für das, was in Deutschland passiert ist. Manchmal ist es eng, und man braucht jeden einzelnen Punkt. Vor Brasilien sah es schlechter als vor Beginn dieses Rennens - und jetzt sieht es fantastisch aus. Irgendwie ist es gut, dass man nicht alles selbst in der Hand hat. Manche nennen das Schicksal, andere suchen nach Erklärungen dafür, aber es passiert manchmal so.

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