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Köln schlägt Stuttgart und klettert in der Tabelle

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VfB Stuttgart - 1. FC Köln  

Köln gewinnt dank Podolski beim VfB

21.11.2010, 17:29 Uhr | dpa, dpa

Dank Lukas Podolski schöpft der 1. FC Köln nach turbulenten Wochen neue Hoffnung im Abstiegskampf. Mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgte der Nationalstürmer in der 82. Minute beim 1:0 (0:0) über den VfB Stuttgart für den ersten Auswärtssieg der Rheinländer, die Mönchengladbach ans Tabellenende stürzten. Die Schwaben warten nun seit 14 Jahren auf einen Heimsieg gegen ihren Angstgegner und liegen punktgleich mit dem FC auf einem Relegationsplatz. Vor 39.500 Zuschauern waren die Kölner spielerisch stärker, der VfB hatte am Sonntag jedoch die besseren Chancen.

Noch kurz vor der Entscheidung traf Pavel Pogrebnyak (79.) nur den Pfosten, im Gegenzug zog VfB-Verteidiger Georg Niedermeier den FC-Stürmer Milivoje Novakovic am Trikot und sorgte so für den umstrittenen Strafstoß. Podolski verwandelte sicher.

Mondragon sorgt für Sicherheit

Für das zuvor schwächste Auswärtsteam der Liga machte sich auch die Rückkehr des zuletzt degradierten Faryd Mondragon bezahlt. Sein Stellvertreter Miro Varvodic hatte in fünf Ligaspielen 13 Gegentore kassiert, der wegen seiner Führungsstärke von FC-Coach Frank Schaefer wieder nominierte Stammkeeper sicherte dem FC die erste Partie seit dem vierten Spieltag ohne Gegentor.

Doch neben dem Platz wird es beim FC turbulent weiter gehen. Nachdem die FC-Mitglieder dem Vorstand am Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung die Entlastung verweigert und Manager Michael Meier angefeindet hatten, berichteten Medien vor dem VfB-Spiel über eine angeblich bevorstehende Ablösung des Managers. "Wenn etwas geändert wird in meinem Vertrag, gehe ich davon aus, dass es mir frühzeitig mitgeteilt wird", sagte Meier dazu, "ich gehe davon aus, dass der 1. FC Köln dieses Geschäft nicht so betreibt." Ein Rücktritt sei ihm nicht angeboten worden. "Das Verhältnis zu Wolfgang Overath ist nach wie vor intakt." Der Klub-Präsident war nicht mit nach Stuttgart gereist.

Köln mit gutem Beginn

Die Kölner ließen sich die Querelen der vergangenen Woche nicht anmerken und starteten schwungvoll in eine Partie, die zu Beginn wenig an einen Krisengipfel erinnerte. Ein erster Schuss von Petit (6.), der nach drei Spielen Verletzungspause wieder das Kölner Mittelfeldspiel stabilisierte und lenkte, ging knapp vorbei. Youssef Mohamad (9.) köpfte aus zwei Metern über das Tor.

Köln fehlt das Glück im Abschluss

Die Stuttgarter überließen dem Gegner in der ersten Halbzeit zunächst die Initiative und setzten in einer ruppigen Begegnung auf überfallartige Angriffe. Dabei verzweifelten die Schwaben allerdings immer wieder am starken Mondragon. Erst parierte Kölns Keeper aus kurzer Distanz gegen Cacau (6.). Bei einer Doppelchance rettete der Kolumbianer dann gemeinsam mit Pedro Geromel gegen Cacau (36.), bevor der Nachschuss von Verteidiger Christian Träsch knapp am Pfosten vorbeirauschte. Auch beim Versuch von Ciprian Marica (33.) aus 15 Metern wäre Mondragon machtlos gewesen, der Rumäne verzog aber leicht.

Trotz der VfB-Chancen zeigte Köln die stärkere Leistung. Der sehr engagierte Martin Lanig scheiterte bei seinem Ex- Club an Sven Ulreich (27.) und grätschte sieben Minuten später eine Podolski- Flanke Zentimeter am Stuttgarter Tor vorbei. Da der Mittelfeldspieler nach einigen übermotivierten Attacken rotgefährdet war, nahm ihn FC- Coach Schaefer zur Pause vom Platz.

Podolski lässt die FC-Fans jubeln

Auch die zweite Halbzeit begannen die Rheinländer stärker und hatten durch Podolski, der gegen Ulreich die Übersicht vermissen ließ (49.) und aus spitzem Winkel verzog (55.), die ersten Möglichkeiten. In einer weiterhin munteren Partie köpfte Cacau (68.) aus kurzer Distanz daneben. Nachdem Pavel Pogrebnyak (79.) nur den Pfosten traf, ließ Podolski die Kölner jubeln.

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