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Mangelnde Überholchancen: Todt fordert Streckenumbau

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Mangelnde Überholchancen: Todt fordert Streckenumbau

19.11.2010, 10:25 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, Motorsport-Total.com, t-online.de

Mangelnde Überholchancen: Todt fordert Streckenumbau. Kein Vorbeikommen: Alonso steckte in Abu Dhabi hinter Petrov fest. (Foto: imago

Kein Vorbeikommen: Alonso steckte in Abu Dhabi hinter Petrov fest. (Foto: imago)

Die Formel 1 erlebte ein Herzschlag-Finale in Abu Dhabi mit einem jubelnden Weltmeister Sebastian Vettel. Doch hätte der 23-Jährige auch den Titel geholt, wenn es auf dem Wüstenkurs mehr Möglichkeiten zum Überholen gegeben hätte? Denn genau diese haben gefehlt – sehr zum Leidwesen der WM-Kandidaten Lewis Hamilton, Mark Webber und vor allem Fernando Alonso.

Die mangelnden Überholchancen auf dem Yas Marina Circuit sorgten bereits bei der Premiere 2009 für Gesprächsstoff, nun hagelt es wieder Kritik von vielen Seiten. Auch FIA-Präsident Jean Todt höchstpersönlich hat sich in die Diskussion eingeschaltet.

Todt fordert Streckenumbau

"Wir müssen das Überholen ermöglichen. Das war in Abu Dhabi nicht der Fall", sagt Todt der "La Stampa" und fordert den Umbau einiger Strecken. "Wir werden versuchen, falls möglich, schon für 2011 Modifikationen vorzunehmen", so der Franzose. Zudem soll zukünftig bei Strecken-Neubauten auf ausreichend Überholmöglichkeiten geachtet werden.

Alonso war restlos bedient

Vor allem der vor dem Saisonfinale in der WM-Wertung führende Spanier Alonso war beim Showdown in Abu Dhabi restlos bedient. Nach einem Boxenstopp hing der Ferrari-Pilot hinter Renault-Pilot Vitalij Petrov fest und versuchte 40 Runden lang, den Russen zu überholen – vergeblich.

Todt kritisiert Ferrari

Todt sagte zudem, dass er nicht generell gegen eine Teamorder in der Formel 1 sei. Er ließ in dem Zusammenhang aber kein gutes Haar an seinem früheren Team Ferrari. Die Scuderia hatte in Hockenheim Felipe Massa per Funk aufgefordert, Alonso vorbeifahren zu lassen. "Teamorder ist seit 2002 verboten. Allerdings frage ich mich, wie oft sie es seitdem auf einem 'weichen' Weg gegeben hat", sagte er. "Der Unterschied zu der von Ferrari angewendeten war, dass diese alles anderes als 'weich' war. Es war eine Provokation gegen die Regeln." Todt deutete an, dass die aktuelle Regel eher modifiziert als abgeschafft werden könnte.

Schärfe Regeln

"Es wird durch Regeln kontrolliert werden. Die Formel 1 ist ein Teamsport und jedes Team wird für sein eigenes Verhalten verantwortlich sein. Lügen oder codierte Mitteilungen wie 'Spar Benzin' werden nicht toleriert", erklärte der Franzose, der die Arbeitsgruppe Sport mit Vorschlägen für eine Überarbeitung des Paragrafen beauftragt hat und auf ein Ergebnis bis zur nächsten Sitzung des World Motor Sport Council Anfang Dezember hofft. Groteske Kommunikation zwischen der Box und den Autos müssten vermieden werden.

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