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Crashgate: Sieg für Piquet über Renault

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Renault muss den Piquets eine Entschädigung bezahlen

07.12.2010, 17:39 Uhr | t-online.de, dpa, motorsport-total.com, t-online.de, dpa, Motorsport-Total.com

Crashgate: Sieg für Piquet über Renault. Nelson Piquet fährt 2008 in Singapur absichtlich in die Mauer. (Foto: imago)

Nelson Piquet fährt 2008 in Singapur absichtlich in die Mauer. (Foto: imago)

Sieg auf ganzer Linie der Familie Piquet gegen Renault. Der Rennstall hat sich im Zuge der Crashgate-Affäre bei den beiden Brasilianern wegen falscher Behauptungen entschuldigt und eine Entschädigung in unbekannter Höhe bezahlt.

Nelson Piquet jr. war bei dem Nachtrennen im September 2008 auf Anweisung des damaligen Teamchefs Flavio Briatore absichtlich in die Mauer gekracht. Sein Teamkollege Fernando Alonso profitierte von der anschließenden Safety-Car-Phase am meisten und gewann das Rennen. Die Piquets hatten veröffentlicht, dass der Unfall in Singapur absichtlich verursacht worden sei. Die Renault-Verantwortlichen bezichtigten die Brasilianer daraufhin der Lüge. Piquet jr. wurde zudem nach dem Großen Preis von Ungarn im Juli 2009 mitten in der Saison entlassen.

Drahtzieher Briatore

Die beiden Piquets seien "glücklich mit dem Ausgang des Falles", erklärte ihr Anwalt Dominic Crossley in einer Pressemitteilung. "Sie wurden auf erschreckende Weise von Renault behandelt, als sie den Skandal den Behörden übermittelten." Der Rennstall entschuldigte sich noch einmal offiziell für sein Handeln. "Die Beschuldigungen waren falsch und unbegründet. Wir widerrufen sie eindeutig. Um die Ernsthaftigkeit unserer Entschuldigung zu unterstreichen, zahlen wir ihnen Schmerzensgeld und übernehmen alle Kosten, die ihnen entstanden sind, damit diese Behauptungen nie wieder gemacht werden können", erklärte Renault.

Crashgate hatte auch Konsequenzen für die damalige Teamleitung. Nachdem der Skandal aufgeklärt wurde, schloss der Internationale Automobil-Verband FIA Teamchef Flavio Briatore lebenslang und den damaligen Technischen Direktor Pat Symonds für fünf Jahre aus der Formel 1 aus. Dagegen legten die beiden Beschuldigten Einspruch ein. Nach einem Vergleich mit der FIA dürfen Briatore und Symonds 2013 wieder in die Formel 1 zurückkehren.

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