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Surfen: Philip Köster im Interview

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"Ich kann ohne das Meer nicht mehr auskommen"

25.03.2013, 16:34 Uhr | t-online.de, t-online.de

Surfen: Philip Köster im Interview. Das größte deutsche Windsurf-Talent: Philip Köster. (Foto: imago)

Das größte deutsche Windsurf-Talent: Philip Köster. (Foto: imago)

Das Interview führte Felix Grafen

Das Meer ist sein Elixier: Das größte Talent im Windsurf-Sport seit Björn Dunkerbeck war schon in jungen Jahren den älteren Kollegen haushoch überlegen. Im Interview mit t-online.de spricht Philip Köster über seine Beziehung zum Meer, den Druck der Medien und den Sprung seines Lebens. (Klicken Sie sich durch die besten Bilder von Philip Köster)

t-online.de: Philip Köster, Ihre Eltern besitzen eine Surfschule. Sie sind also schon als Kind mit dem Surfsport in Berührung gekommen. Hatten Sie jemals andere Träume, als Surf-Profi zu werden?

Philip Köster: Eigentlich nicht. Ich habe im Alter von acht Jahren angefangen. Seitdem war ich so gut wie jeden Tag auf dem Wasser und deshalb war es immer mein Traum Surf-Profi zu werden. Und es hat geklappt.

Sie wohnen in Gran Canaria nur wenige Meter vom Strand entfernt. Was bedeutet Ihnen das Meer?

Ohne das Meer könnte ich nicht mehr richtig fröhlich sein. Ich kann ohne das Meer nicht mehr auskommen.

Was macht für Sie den besonderen Reiz am Surfen aus?

Der Reiz liegt darin, dass ich wirklich jeden Tag etwas Neues üben kann und neue Manöver auf dem Brett ausprobiere. Abends gucke ich dann oft Surf-Filme, um mir neue Tricks abzuschauen.

Die Windsurf-Legende Björn Dunkerbeck hat gesagt, er denke, dass Sie in den nächsten Jahren ein Kandidat auf den WM-Titel seien. Wie stehen Sie zu dieser Einschätzung?

Ich möchte sehr gerne Weltmeister werden. Und ich hoffe natürlich, dass es bald klappt.

Ist Björn Dunkerbeck ein Vorbild für Sie?

Dunkerbeck und Robbie Naish sind auf jeden Fall Vorbilder für mich.

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Sie werden in den Medien gelegentlich als „Surf-Wunderkind“ bezeichnet. Das kann Druck und Erwartungshaltung erzeugen. Wie gehen Sie damit um?

Außerhalb von Deutschland habe ich ganz, ganz wenig Druck. Wenn ich allerdings hierzulande, zum Beispiel auf Sylt, einen Contest fahre, sind sehr viele Medien da und die Erwartungen sind natürlich etwas höher. Dann ist das schon ein wenig Druck. Ich gehe aber locker damit um.

Schon im Alter von 12 Jahren sind Sie mit einer Wildcard beim World-Cup gesurft. Wie war Ihr Verhältnis zu den anderen, größtenteils viel älteren Profis?

Mit zwölf Jahren war das sehr lustig, weil ich schon Manöver fahren konnte, die andere, ältere Fahrer selbst nicht hinbekommen haben. Es haben mich aber alle von Anfang an respektiert, mir auch Tipps für den Wettkampf gegeben und Manöver erklärt, das war natürlich cool.

Mit 15 haben Sie dann bereits Ihren ersten World-Cup-Sieg eingefahren – als Starter für Deutschland. Ihre Eltern sind beide Deutsche, Sie haben aber Ihr ganzes Leben auf Gran Canaria verbracht. Wo fühlen Sie sich zuhause?

Richtig zuhause fühle ich mich hier auf Gran Canaria. Aber in Deutschland gefällt es mir auch super, weil natürlich jeder Deutsch spricht (lacht). Ich fühle mich sowohl als Deutscher, als auch als Spanier.

Warum sind Sie vom spanischen zum deutschen Surf-Verband gewechselt?

Ich habe gemerkt, dass der Windsurfsport in Deutschland einen ganz anderen Stellenwert hat. Wir haben im Sommer immer viele Deutsche bei uns in Vargas/Gran Canaria zu Gast und es ist sehr interessant, sich mit den anderen Sportlern über Material, Tricks und andere Sachen auszutauschen. Zudem gehen sie auch bei der Kälte raus auf das Meer, das ist faszinierend. Diese Einstellung, für den Sport zu leben, gefällt mir. Deshalb bin ich gerne gewechselt. Außerdem ist die Medienarbeit in Deutschland besser.

Sie haben die Schule beendet und nun viel Zeit zu Surfen und zu Reisen. Wie sehen Ihre weiteren Ziele aus?

Zunächst einmal möchte ich nächste Saison die ganze Tour mitmachen. Ansonsten viel Reisen und versuchen, das erste Mal Weltmeister zu werden – wieder (lacht).

Gibt es Tage, an denen Sie gar keine Lust haben zu Surfen?

Solche Tage gibt es normalerweise nicht. Höchstens, wenn ich mal acht Stunden am Stück im Wasser war. Dann bin ich am nächsten Tag einfach zu kaputt. Aber das gibt es eigentlich nicht.

Ihre Spezialität sind sehr hohe Sprünge mit langer Air-Time. Berühmt geworden ist vor allem der Sprung  beim World-Cup-Meeting in Pozo, bei dem Sie geschlagene vier Sekunden in der Luft waren. Wie haben Sie diesen Sprung persönlich erlebt?

Es war ganz starker Wind und eine schöne Welle, ungefähr zwei Meter hoch. Ich bin einfach mit Voll-Speed in die Welle, hochgesprungen und dann ging alles ganz schnell. Oben dachte ich kurz, dass ich loslassen muss, aber es ging dann doch. Es war wirklich ein schönes Gefühl.

Haben Sie eine besondere Sprung-Technik entwickelt?

Ja, man muss versuchen sich ganz klein zu machen und das Segel als Tragfläche zu benutzen.

Stichwort Tricks: Sie haben vorhin erwähnt, dass Sie sich viele Sachen von Surf-Videos abschauen. Entwickeln Sie auch eigene Sachen?

Ja, klar. Ich bin momentan an drei bis vier eigenen Sachen dran.

Wie genau machen Sie das?

An Land habe ich eine Idee im Kopf, wie es ungefähr sein könnte. Dann gehe ich aufs Wasser und probiere es einfach aus. Ich mache mir dann auch keine Gedanken, ob ich mich dabei verletzen könnte.

Ihre Erfolge sind natürlich nicht verborgen geblieben. Wie gehen Sie mit dem gesteigerten Medieninteresse, gerade in Deutschland, um?

Das ist schon in Ordnung. Meine Mutter hilft mir sehr viel. Man muss sich einfach ein bisschen Zeit dafür nehmen.

Wo liegt Ihr Lieblings Surf-Spot?

Auf Hawaii - aber auch vor meiner eigenen Haustür. Zum Springen ist es hier in Gran Canaria am besten, aber für richtig große Wellen ist Hawaii optimal.

Sie haben die diesjährige Saison als Dritter der PWA-World-Tour abgeschlossen. Ihr Ziel für das nächste Jahr?

Ich will Erster werden. Das ist mein größtes Ziel.

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