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Schwimmen: Biedermann und Deibler gehen bei Kurzbahn-WM unter

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Lange Gesichter bei Biedermann und Deibler

22.06.2011, 15:20 Uhr | dpa, dpa

Schwimmen: Biedermann und Deibler gehen bei Kurzbahn-WM unter. Schwacher Start: Auch Steffen Deibler enttäuschte zum Auftakt der Kurzbahn-WM. (Foto: dpa)

Schwacher Start: Auch Steffen Deibler enttäuschte zum Auftakt der Kurzbahn-WM. (Foto: dpa)

Paul Biedermann als Fünfter geschlagen, die Mitfavoriten Steffen Deibler und Hendrik Feldwehr schon im Vorlauf untergegangen: Die deutschen Schwimmer konnten zum Auftakt der Kurzbahn-WM in Dubai nicht viel mehr bieten als lange Gesichter. Zwar verbesserte Weltrekordler Biedermann gleich zweimal seine persönliche Jahresbestzeit, doch 1:42,19 Minuten waren für eine Medaille 17 Hundertstel Sekunden zu wenig. "Das ist der derzeitige Stand. Die Zeit ist ganz okay, aber das war alles viel zu einfach, es tat nicht so recht weh", sagte Biedermann enttäuscht.

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Staffel-Olympiasieger Ryan Lochte aus den USA gewann überlegen in der Weltjahresbestzeit von 1:41,08. Zweiter wurde Europameister Daniil Isotow aus Russland (1:41,70) vor dem Tunesier Oussama Mellouli (1:42,02). "An Lochte kommt derzeit keiner vorbei", sagte Biedermann anerkennend und hofft nun auf die Mini-Medaillenchance mit der deutschen 4 x 200-Meter-Staffel. Größere Chancen hat er über die 400 Meter Freistil. Dort hält er die Weltjahresbestzeit.

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Zweite Niederlage seit Olympia 2008

Über seine Spezialstrecke kassierte Biedermann erst die zweite internationale Niederlage seit Olympia 2008, wo er als Fünfter bester Europäer gewesen war. 2009 dominierte er mit Weltrekorden sogar den 14-fachen Olympiasieger Michael Phelps, doch nach dem Verbot der Hightech-Anzüge ist Biedermann nicht mehr der dominierende Schwimmer des Vorjahres. Er musste einige Kilo seiner Muskelmasse "abspecken", um ohne den Auftrieb durch die Plastikanzüge weiter eine gute Wasserlage zu haben. Bei der Langbahn-EM scheiterte er über 400 Meter Freistil am französischen Youngster Yannick Agnel, bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften überraschte ihn Markus Deibler, bei der EM konnte er Isotow nicht folgen.

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Biedermann hatte bereits am Morgen im Vorlauf persönliche Jahresbestzeit schwimmen müssen, um als Vierter sicher das Finale zu erreichen. "Meine Fresse, das ist schon heftig, was hier am Morgen abgeht", sagte er. Alle acht Finalisten waren schneller als jeweils ein Schwimmer bei einer der neun Kurzbahn-Weltmeisterschaften zuvor.

Deibler: "Vielleicht muss ich jetzt dafür zahlen"

Völlig überraschend war der Weltjahresbeste Steffen Deibler bereits im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling gescheitert. Auch Vize-Europameister Hendrik Feldwehr verpasste das Halbfinale über 100 Meter Brust. "Das ist der Sturm, der uns bei der WM entgegenweht. Wenn man sich nicht festhält, wird man weggeweht", kommentierte Bundestrainer Dirk Lange mit bitterer Miene. Immerhin erreichte Europameisterin Dorothea Brandt als Halbfinal-Sechste über 50 Meter Brust in 30,39 das Finale.

Europameister Deibler verwies auf seine kräftezehrende Marathon-Saison. "Seit der EM in Budapest im August hatte ich keine Möglichkeit mehr zu trainieren, vielleicht muss ich jetzt dafür zahlen", sagte der Weltjahresbeste gefasst. 51,72 Sekunden reichten nicht einmal für die Top 20. Bei der EM Ende November war der 23-Jährige noch 1,77 Sekunden schneller gewesen.

Erster Weltrekord nach Anzug-Verbot

Staffel-Sieger wurden Frankreichs Freistil-Männer mit dem Europarekord von 3:04,78 Minuten über 4x100 Meter, Chinas Frauen setzten sich in 7:35,94 Minuten über 4x200 Meter Freistil durch. Das Quartett stellte damit den ersten Weltrekord nach dem Verbot der Hightech-Anzüge auf. Auch Australien und Frankreich blieben über diese nur bei Kurzbahn-WM geschwommene Strecke unter der alten Bestmarke der Niederlande (7:38,90). Deutsche Staffeln waren nicht vertreten. Zu Doppel-Gold schwamm die Spanierin Mireia Belmonte. Zunächst gewann die 20-Jährige über 200 Meter Schmetterling in 2:03,59, eine Stunde später war sie über 400 Meter Lagen in 4:24,21 Minuten nicht zu schlagen.

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