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Dennis: "Ecclestone hat uns die Formel 1 gestohlen"

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Dennis: "Ecclestone hat uns die Formel 1 gestohlen"

20.12.2010, 08:54 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com

Dennis: "Ecclestone hat uns die Formel 1 gestohlen". Ex-McLaren-Teamchef Ron Dennis (re.) kritisiert Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (li.). (Foto: imago)

Ex-McLaren-Teamchef Ron Dennis (re.) kritisiert Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (li.). (Foto: imago)

Der ehemalige Chef des McLaren-Teams, Ron Dennis, greift Formel-1-Boss Bernie Ecclestone an. In seinem neuen Buch "Bernie" beschuldigt Dennis den Briten, die kommerziellen Rechte von den Teams gestohlen zu haben.

Dennis spielt damit auf Verträge an, die Ecclestone mit den Teams Anfang der 1980er Jahre eingefädelt hat. Damals hielten sich die Fernsehsender mit Übertragungen zurück, da die Rennen kurzfristig platzen konnten, wenn nicht genügend Autos erschienen. Ecclestone brachte die Rennställe dazu, das sogenannte "Concorde Agreement" zu unterschreiben. Damit gehörten Absagen der Vergangenheit an, weil die Teams nun verpflichtet waren, die Rennen zu fahren. In der Folge explodierten die TV-Übertragungen.

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Ecclestone erhöht seinen Gewinn

Die sportlichen Rechte gehören dem Automobilverband FIA, der diese bis 1997 an die Formula One Constructors Association (FOCA) verleast hatte. Präsident der FOCA war Bernie Ecclestone. Verwaltet hat die Rechte Ecclestones Firma Formula One Promotions and Administrations (FOPA). 47 Prozent der TV-Gelder gingen an die Teams, 30 Prozent an die FIA und 23 an die FOPA.

1996 war Ecclestone der höchstbezahlte Direktor. Er bekam 90 Millionen-US-Dollar von der FOPA. Der heute 80-Jährige fädelte 1997 einen neuen Deal ein, wonach die FIA die Rechte von nun an direkt an seine Firma Formula One Management (FOM) übergab. Das brachte der FOM 53 Prozent der TV-Erträge und die gesamten Erlöse aus der Streckenwerbung. Die Anteil der Teams blieb mit 47 Prozent gleich.

"Wenn Ron wirklich denkt, dass ich die Formel 1 gestohlen habe, dann hätte er die Polizei rufen sollen"

Dennis stößt dieses Manöver bitter auf. "Bernie hat die Formel 1 von uns gestohlen. Er hat den Teams die signifikanten Mehreinnahmen vorenthalten, die durch die besseren TV-Verträge generiert wurden. Er hat seinen kommerziellen Vorteil dazu benutzt, die Teams zu einem Vertrag zu überreden, der sie von ihrem Anspruch auf die Rechte eliminiert hat", schreibt der 63-Jährige. "So wie Ecclestone diese Situation umkurvt hat, könnten man sagen, dass er brillant war - aber es war eigentlich ziemlich hinterlistig, denn die Teams wollten sagen, 'Warte Bernie, uns gehören diese Rechte.'"

Ecclestones Reaktion auf die Anschuldigungen war gewohnt trocken: "Wenn Ron wirklich denkt, dass ich die Formel 1 gestohlen habe, dann hätte er die Polizei rufen sollen."

FOM erhält die Rechte für 100 Jahre

Dennis gibt zu, dass die Einnahmen aus den kommerziellen Rechten "alle" extrem reich gemacht haben. Die Formel 1 hat seit 1980 extrem expandiert. Heute finden überall auf der Welt Rennen statt. Das hat die Einnahmen stark erhöht.

Dennis mit McLaren, das Williams-Team und Tyrrell verweigerten 1997 aber die Unterschrift unter das Concorde Agreement. Mit Anleihen von 1,4 Milliarden Dollar bewegte der F1-Boss die Rennställe zur Unterschrift. Ihnen wurden Anteile zugesagt, falls die Formel 1 an die Börse gehe.

Im Jahr 2000 übertrug die FIA die Rechte für 100 Jahre an die FOM. Auf einen Börsengang warten die Teams aber wohl vergeblich. "Ich werde garantiert nicht vor einer Menge an Aktionären sitzen", schloss Ecclestone dies aus.

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