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Fernsehkommentator: Football-Star hätte "exekutiert werden müssen"

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American Football - NFL  

"Er hätte dafür exekutiert werden sollen"

30.12.2010, 17:10 Uhr | t-online.de, t-online.de

Fernsehkommentator: Football-Star hätte "exekutiert werden müssen". Vom Saulus zum Paulus: Michael Vick (Foto: imago)

Vom Saulus zum Paulus: Michael Vick (Foto: imago)

Seine Strafe hat er abgesessen. Die Football-Fans, zumindest die der Philadelphia Eagles, huldigen ihm wie zu seinen besten Tagen. Doch nicht alle Leute haben Michael Vick verziehen, dass der Quarterback vor einigen Jahren professionelle Hundekämpfe organisierte und dafür 18 Monate im Gefängnis saß. Tucker Carlson, Moderator beim Fernsehsender Fox News Channel, hat aber nun eine Grenze überschritten. Wörtlich sagte er: "Ich persönlich bin der Meinung, er hätte dafür hätte exekutiert werden sollen."

Er sei, so betonte Carlson, ein Christ und habe selbst Fehler gemacht. Er glaube auch daran, dass Menschen eine zweite Chance erhalten sollten - Vick allerdings nicht. "Er hat Hunde auf herzlose und grausame Art getötet", sagte er zur Begründung.

Auch Präsident Obama bekommt sein Fett weg

Die Einschätzung von Carlson, einem konservativen Fernseh-Mann, hat auch einen politischen Hintergrund. Denn Präsident Barack Obama hatte gegenüber Eagles-Teambesitzer Jeffrey Lurie erklärt, dass Leute, die für ihre Taten "bezahlt" haben, wieder der Gesellschaft dienen sollten. "Die Vorstellung, dass der Präsident der Vereinigten Staaten sich hinter einen Mann stellt, der Hunde ermordet hat, ist jenseits aller Vorstellung.

Vick hat in den vergangenen Monaten Tierschutzorganisationen mit seinen Auftritten unterstützt, in Schulen warnt er seine jungen Zuhörer, seinem Beispiel zu folgen. Zuletzt hatte der 30-Jährige erklärt, dass er gerne wieder einen Hund besitzen würde. Seine Kinder würden ihn ständig danach fragen. Aber bis zum Ende seiner Bewährungszeit im Mai 2012 ist ihm dies nicht gestattet.

Starter beim All-Star-Spiel

Sportlich ist Vick wieder obenauf. Im Jahr 2001 war er von den Atlanta Falcons als erster Spieler aus dem Pool der besten College Spieler ausgewählt worden. Zweimal führte er sein Team in die Playoffs. Im April 2007 wurde Vick dann wegen der von ihm mitorganisierten Hundekämpfe verhaftet und später verurteilt. Die Eagles nahmen ihn in der Vorsaison unter Vertrag, Vick spielte aber nur sporadisch. Auch 2010 hatte das Team auf einen anderen Quarterback gesetzt. Doch Kevin Kolb verletzte sich in der ersten Partie und Vick nutzte seine Chance. Das Ergebnis: Philadelphia hat sich vorzeitig für die NFL-Playoffs (Ergebnisse und Tabellen) qualifiziert - und Vick ist Starter beim Pro Bowl, dem All-Star-Spiel der NFL.

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