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Ferrari-Chefingenieur muss gehen

05.01.2011, 14:06 Uhr | motorsport-total.com, sid, Motorsport-Total.com, sid

Ferrari-Chefingenieur muss gehen. Chris Dyer ist nicht mehr Chefingenieur bei Ferrari. (Foto: imago)

Chris Dyer ist nicht mehr Chefingenieur bei Ferrari. (Foto: imago)

Nach dem verpassten WM-Titel in der Formel 1 hat es nun doch noch personelle Konsequenzen bei Ferrari gegeben. Chefingenieur Chris Dyer muss seinen Posten räumen. "Seine Rolle innerhalb des Unternehmens wird in den kommenden Tagen neu definiert", hieß es in einer Pressemitteilung. Dyer ist seit 2001 bei Ferrari angestellt und führte Michael Schumacher als Renningenieur zu den Weltmeistertiteln 2003 und 2004. 2009 wurde er zum Chefingenieur ernannt.

Dyer war nach dem verpassten Titelgewinn in der vergangenen Saison unter Druck geraten. Ferrari-Pilot Fernando Alonso war als WM-Führender in das letzte Rennen in Abu Dhabi gegangen, verspekulierte sich aber mit einem frühen Boxenstopp und landete am Ende nur auf Platz sieben. Nutznießer war Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel, der das Rennen und so auch die WM-Krone gewann.

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Teamchef dachte an Rücktritt

Lange Zeit hatten sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali nach der Pleite beim Saisonfinale schützend vor die gesamte Mannschaft gestellt. Man erklärte, dass man die Geschehnisse in Ruhe bewerten wolle, keinesfalls im Zuge einer Kurzschlussreaktion Mitarbeiter für den taktischen Fehler in Abu Dhabi verantwortlich mache. Diese Bewertung hat nun offenbar stattgefunden und jene Konsequenzen gebracht, die bereits wenige Tage nach dem letzten Saisonrennen des Jahres erwartet worden waren.

Dyers Nachfolger wird Pat Fry. Der 46-Jährige war vor rund einem halben Jahr von McLaren zu Ferrari gewechselt und war bei der Scuderia bislang Stellvertreter von Technikdirektor Aldo Costa. Fry soll diesen Posten aber auch in seiner neuen Rolle weiter ausüben. Aber auch Teamchef Domenicali hatte nach dem folgenreichen Taktikfehler im letzten Rennen der vergangenen Saison an einen Rücktritt gedacht. "Diese Frage musste ich mir einfach stellen. Aber ich denke, dass ein Rücktritt falsch gewesen wäre", sagte Domenicali.

Erfahrener Mann von Red Bull kommt

Der neue Chefingenieur Fry bekommt einen ehemaligen Kollegen an die Seite gestellt. Der bisherige Leiter für strategische Operationen von Red Bull, Neil Martin, dockt bei Ferrari an. Der 38-Jährige gilt als hochrangiger Neuzugang. Vor seiner Zeit bei Red Bull arbeite er bereits in Diensten von McLaren mit Fry zusammen. Martin soll laut Ferrari-Mitteilung den gleichen Job erfüllen wie zuvor beim neuen Weltmeisterteam Red Bull.

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