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1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach: Neustädter lässt Gladbach hoffen

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1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach  

Neustädter lässt Gladbach hoffen

15.01.2011, 17:29 Uhr | dpa, dpa

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach: Neustädter lässt Gladbach hoffen. Der Nürnberger Juri Judt (li.) im Kopfballduell mit Gladbachs Mohamad Irissou. (Foto: dpa)

Der Nürnberger Juri Judt (li.) im Kopfballduell mit Gladbachs Mohamad Irissou. (Foto: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat im Abstiegskampf wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Zum Rückrundenstart der Bundesliga gewannen die Rheinländer mit 1:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg und brachten nach zuletzt fünf Niederlagen drei wichtige Punkte auf ihr Konto. Trotz des dritten Saison-Auswärtssiegs bleibt das Team von Trainer Michael Frontzeck Tabellenletzter.

Roman Neustädter machte vor 37.464 Zuschauern Gladbachs glücklichen, aber dank eines couragierten Auftritts nicht unverdienten Erfolg bereits in der achten Minute perfekt. Dem Club fehlten bei allem Einsatz die spielerischen Mittel, um die vierte Heimniederlage zu verhindern. Vier Minuten vor Spielende vergab FCN-Verteidiger Javier Pinola den Ausgleich, als er per Foulelfmeter an Gladbachs starkem Keeper Christofer Heimeroth scheiterte.

Reus vergibt den zweiten Gladbacher Treffer

Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, als die wie immer offensiv ausgerichteten Gladbacher Nürnbergs Abwehr aus dem Winterschlaf rissen. Nach Flanke von Winter-Neuzugang Mike Hanke schoss der völlig freistehende Neustädter die Gäste unbedrängt in Führung. Der Tabellenletzte, bei dem die beiden Spitzen Hanke und Igor De Camargo bei Ballbesitz von Marco Reus und Mohamadou Idrissou unterstützt wurden, hätte zwei Minuten später das zweite Tor machen können, aber Club-Torwart Raphael Schäfer war bei einem Reus-Schuss auf dem Posten.

Die Nürnberger fanden zunächst kein Mittel, die sichere Gladbacher Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Torhüter Heimeroth war nahezu arbeitslos. Bei Nürnbergs Chancen durch Jens Hegeler (16.) und Mehmet Ekicki (45.) segelte der Ball neben oder übers Gladbacher Tor.

Hanke bei der Borussia ein Aktivposten

Ohne ihre Schaltzentrale Ilkay Gündogan, der neben Mike Frantz kurzfristig wegen Verletzung ausgefallen war, tat sich Nürnberg enorm schwer, Ruhe und Ordnung in sein Spiel zu bekommen. Ob der am Freitag für eineinhalb Jahre vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Schweizer U21-Nationalspieler Nassim Ben Khalifa geholfen hätte, konnte nicht bewiesen werden: Der 19-Jährige war nicht einmal im Kader.

Das letzte Aufgebot der Gladbacher, bei denen gleich vier Stammkräfte fehlten, spielte in der ersten Halbzeit nicht wie ein Abstiegskandidat, sondern mutig und zielstrebig nach vorne. Die schlechteste Defensive der Liga (47 Gegentore) bekam mit dem österreichischen Nationalspieler Martin Stranzl und dem früherer Clubberer Harald Nordveidt mehr Stabilität. Im Angriff war Hanke als dritter Neuzugang ein Aktivposten.

Schiedsrichter Rafati bringt die Clubfans in Rage

Mit einem gefährlichen Kopfball gab FCN-Kapitän Andreas Wolf (51.) das Signal zur Nürnberger Aufholjagd. Die Gladbacher verteidigten mit Leidenschaft und oft auch überhartem Einsatz und hielten dem Nürnberger Sturmlauf stand. Mit vielen umstrittenen Entscheidungen zog Schiedsrichter Babak Rafati den Zorn der Franken auf sich - vor allem in der 77. Minute, als er den Treffer von Markus Mendler wegen eines angeblichen Fouls des Nürnbergers an Heimeroth nicht anerkannte. Rafatis Elfmetergeschenk konnte der FCN dann auch nicht nutzen.

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