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Hannover verpasst Frankfurt einen herben Dämpfer

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Eintracht Frankfurt - Hannover 96  

Hannover verpasst Frankfurt einen herben Dämpfer

16.01.2011, 17:29 Uhr | dpa, dpa

Hannover verpasst Frankfurt einen herben Dämpfer. Frankfurts Schwegler (l.) im Duell mit Hannovers Pinto. (Foto: dpa)

Frankfurts Schwegler (l.) im Duell mit Hannovers Pinto. (Foto: dpa)

Dank beeindruckender Effizienz hat Hannover 96 einen perfekten Rückrundenstart gefeiert und sich nach den Patzern der Konkurrenz zum ersten Verfolger von Borussia Dortmund aufgeschwungen. Das Überraschungsteam der Bundesliga kam durch Tore von Mohammed Abdellaoue (15. Minute), Christian Schulz (21.) und Didier Ya Konan (89.) zu einem verdienten 3:0 (2:0)- Sieg bei Eintracht Frankfurt.

Mit 34 Punkten liegt 96 nun auf dem zweiten Platz. Die internationalen Ambitionen der Hessen, die mit 26 Zählern Achter sind, erhielten mit der vierten Heimpleite der Saison dagegen einen herben Dämpfer.

Frankfurt mit neuer Innenverteidigung

Für eine Überraschung sorgte Hannovers Trainer Mirko Slomka im Tor: Statt der Nummer 1 Florian Fromlowitz kam der bisherige Ersatzkeeper Ron-Robert Zieler zum Einsatz. "Er sollte versuchen, die Chance zu nutzen", sagte Coach, der sich im Vertragspoker mit der Klubführung "in sehr guten Gesprächen" sieht. Der 21 Jahre alte Zieler hatte gegen die harmlose Offensive der Frankfurter aber nur wenige Gelegenheiten, um Slomkas Vertrauen zu rechtfertigen.

Im Angriff begann wieder Torjäger Ya Konan, der seinen zehnten Saisontreffer markierte, nach überstandener Knie-Operation neben dem Norweger Abdellaoue. Und das 96-Sturmduo hatte gleich zu Beginn seinen Spaß. Nach einem Pass von Sergio Pinto entwischte Abdellaoue seinem Begleiter Clark und schob zur frühen Führung ein. Natürlich spielte es den Gästen in die Karten, dass die Eintracht verletzungsbedingt die Innenverteidigung umbauen musste. So gab der 18-jährige Kevin Kraus neben dem gelernten Mittelfeldspieler Ricardo Clark sein Ligadebüt.

Eintracht in der Offensive zu harmlos

Sechs Minuten später begünstigte Clark auch den zweiten 96- Treffer. Nach einem Eckball von Konstantin Rausch verlor der Amerikaner den Überblick, so dass Schulz unbedrängt mit dem 400. Bundesliga-Auswärtstor der Klubgeschichte zum 2:0 einköpfen konnte. "Die entscheidenden Momente gewinnen wir", begründete Hannovers Manager Jörg Schmadtke den Halbzeitvorsprung.

Die Eintracht kam zum Rückrundenstart überhaupt nicht in Schwung. Zwar bemüht, aber ohne Spritzigkeit, verloren die Hessen viel zu viele Zweikämpfe, um gegen die dicht gestaffelte 96-Defensive zu Chancen zu kommen. Bei den Schussversuchen von Pirmin Schwegler (25.), Patrick Ochs (30.) und Theofanis Gekas (62.) musste der von Manchester United gekommene Zieler nicht eingreifen. Erst die eingewechselten Ioannis Amanatidis (75.) und Caio (84./90.+1) zwangen ihn zu Paraden.

Hannover auch nach dem Wechsel gefährlich

Ganz anders die Gäste, die nahtlos an ihre herausragende Hinrunde anknüpften. Ganz auf ihre Konterstärke bauend, waren die Hannoveraner auch im zweiten Durchgang brandgefährlich. Bei einer Doppelchance in der 53. Minute traf Pinto den Pfosten, dann Abdellaoue das Außennetz. Mit der Einwechslung von Martin Fenin und der Umstellung auf ein Zwei-Spitzen-System wollte Eintracht-Coach Michael Skibbe nach Wiederbeginn neue Offensivakzente setzen. Zwar wurde das Spiel der Hessen danach auch strukturierter und besser, zu echten Chancen kamen sie aber nicht.

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