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Dimitrij Ovtscharov erhält keine Doping-Sperre.

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Doping-Freispruch für Ovtscharov bestätigt

18.01.2011, 15:59 Uhr | sid, sid

Dimitrij Ovtscharov erhält keine Doping-Sperre.. Dimitrij Ovtscharov erhält keine Doping-Sperre. (Foto: imago)

Dimitrij Ovtscharov erhält keine Doping-Sperre. (Foto: imago)

Keine Sperre für Tischtennis-Spieler Dimitrij Ovtscharov: Das Disziplinarorgan Anti-Doping (DOG) bestätigte die Entscheidung des Präsidiums des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB).

Nach intensiver Prüfung des Falls sieht die Kommission keinerlei Beweise für ein Dopingverschulden des 22 Jahre alten Weltranglistenzwölften. Die Urinprobe Ovtcharovs vom 23. August 2010 hatte Spuren der verbotenen Substanz Clenbuterol enthalten. In der Begründung folgte das Disziplinarorgan dem DTTB-Präsidium: Es konnte "kein Verschulden" Dimitrij Ovtcharovs im Sinne der Anti-Doping-Ordnung (ADO) festgestellt werden.

Substanz ist "ohne sein Wissen" in den Körper gelangt

"Der Athlet hat zur Überzeugung des DOG dargelegt, dass die Substanz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Nahrungsaufnahme während der China Open ohne sein Wissen in seinen Körper gelangt ist", heißt es in den Entscheidungsgründen des Beschlusses.

Das DOG berücksichtigte die vier weiteren Analysen anderer DTTB-Athleten, die an dem Pro-Tour-Turnier in China Mitte August teilgenommen hatten und deren Urinproben bei einer Nachkontrolle ebenfalls Spuren der anabolen Substanz Clenbuterol aufwiesen, wenn auch in geringeren Mengen.

Anti-Doping-Experten ergreifen für Ovtscharov Partei

Daneben stützt sich die Kommission in ihrer Einschätzung auf die negative Haarprobe Ovtcharovs. Diese belegt, dass es keinen längeren oder intensiven Gebrauch von Mitteln gab, die Clenbuterol enthalten.

Das DOG bezog sich wie zuvor das DTTB-Präsidium auf die Einschätzung des Anti-Doping-Experten Prof. Dr. Wilhelm Schänzer und Dr. Detlef Thieme. Diese glauben, dass die Einnahme von Clenbuterol in therapeutisch wirksamer Dosis zu wesentlich höheren Testwerten hätten führen müssen.

Schänzer sagte: "Aufgrund der Tatsache, dass in den letzten Jahren zahlreiche Berichte über den illegalen Einsatz von Clenbuterol in der Tiermast in China bekannt und problematisiert wurden, ist die Annahme, dass bei allen Athleten eine Aufnahme von Clenbuterol in niedriger Menge über kontaminierte Nahrungsmittel erfolgte, die aus meiner Sicht wahrscheinlichste Befunderklärung."

DTTB-Präsident ist erleichtert

Thomas Weikert sagte über das Urteil: "Nach der eingehenden Analyse dieses Falls durch das DTTB-Präsidium und Einbeziehung der Meinungen führender deutscher Anti-Doping-Experten im vergangenen Jahr waren wir uns sicher, dass auch andere Instanzen zu keiner anderen Auffassung gelangen würden", erklärte der DTTB-Präsident. "Trotzdem sind wir natürlich froh, dass auch das unabhängige Disziplinarorgan Anti-Doping unsere Entscheidung bestätigt hat."

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