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Michael Schumacher und die Simulatorkrankheit: Was steckt dahinter?

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Was steckt hinter Schumis Simulatorkrankheit?

27.01.2011, 09:09 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com

Michael Schumacher und die Simulatorkrankheit: Was steckt dahinter?. Ein Blick in den Simulator von Red Bull Racing (Foto: news2use)

Ein Blick in den Simulator von Red Bull Racing (Foto: news2use)

Michael Schumacher hat die Simulatorkrankheit. Wenn der Rekordweltmeister der Formel 1 längere Zeit im Fahrsimulator seines Rennstalls Mercedes GP sitzt, stellt sich bei ihm Übelkeit ein. Dies wurde vom Team bestätigt. Doch woran leidet Schumacher genau? Was steckt hinter dieser mysteriösen Krankheit?

Das Ganze ist keine Seltenheit, wie Experten wissen. Kampfjet-Piloten klagen regelmäßig darüber. Und auch Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz kennt das Problem. "Ich musste einmal die ganze Nacht kotzen."

Österreicher als Pionier der Simulator-Arbeit

Wurz war einst so etwas wie der Testpilot für den ersten Formel-1-Simulator. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh brachte die Technologie der Flugsimulatoren in die Königsklasse des Motorsports - und setzte Wurz als ersten Fahrer in den Simulator. "Mir ist speiübel geworden. Das nennt sich Motion Sickness, ist so etwas wie die Seekrankheit", sagt der Österreicher.

Die meisten Fahrer hätten solche Erfahrungen nach einem Simulatortraining gemacht. "Nicht nur das, auch 50 Prozent der erlesenen Leute, die den Simulator in Aktion sehen dürfen, wird von dieser Erfahrung schlecht."

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"Der Kopf ist dadurch verwirrt"

Hatte Probleme im Simulator: Alexander Wurz (Foto: imago) (Quelle: imago)Hatte Probleme im Simulator: Alexander Wurz (Foto: imago)Um Wurz wieder auf die Beine zu bringen, musste einmal sogar ein Spezialist anrücken. "Erst nach einem Spezialprogramm, dass ein Arzt von der Air Force bei mir durchgeführt hat, ging es mir wieder besser." Mittlerweile ist Wurz ein wahrer Simulatorexperte, der genau weiß, wieso der menschliche Körper so empfindlich reagiert.

"Wenn ich im Simulator die Start-Ziel-Gerade von Barcelona entlang fahre, dann sagt das Auge dem Körper, dass ich mich fortbewege. Doch der Körper bemerkt, dass das nicht der Fall ist. Der Kopf ist dadurch verwirrt. Das bringt alles durcheinander."

Große Unterschiede zu Spielen auf der Konsole

Doch was unterscheidet einen Formel-1-Simulator von einem Rennspiel auf einer Spielekonsole? Einiges, auch wenn Spieleentwickler immer wieder das Gegenteil behaupten. Im Gegensatz zu einem normalen Bildschirm verfügen Formel-1-Simulatoren oft über eine 180-Grad-Leinwand, die für einen ungleich realistischeren visuellen Eindruck sorgt. Außerdem habe sich "der Kopf längst an den Bildschirm gewöhnt", sagt Wurz. Was hinzukommt, sind die Bewegungen des Autos, die simuliert werden, damit der Fahrer realistisch reagiert.

"Das Auto ist auf einer Plattform befestigt und bewegt sich dadurch", weiß Wurz. "Es muss die Fliehkräfte aber nicht eine ganze Kurve hindurch simulieren und dir das Gefühl von 4 g geben. Die Fliehkräfte sind nur beim Einlenken wichtig, damit man ein Gefühl für Übersteuern oder Untersteuern entwickelt."

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