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Mertesacker schießt Werder weiter in die Krise

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SV Werder Bremen - FC Bayern München  

Mertesacker trifft vorne und hinten

29.01.2011, 17:29 Uhr | dpa, dpa

Mertesacker schießt Werder weiter in die Krise. Bayerns Ottl zieht im Zweikampf mit Bremens Bargfrede den Kürzeren. (Foto: dpa)

Bayerns Ottl zieht im Zweikampf mit Bremens Bargfrede den Kürzeren. (Foto: dpa)

Der FC Bayern München hat seine erhoffte Aufholjagd trotz einer mäßigen Leistung mit dem dritten Auswärtssieg fortgesetzt. Der Rekordmeister gewann bei Werder Bremen glücklich mit 3:1 (0:0) und rückte auf Platz drei in der Bundesliga. Die Bayern enttäuschten im traditionsreichen Nord-Süd-Duell jedoch über weite Strecken und feierten die drei Punkte vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion vor allem dank des Eigentores von Per Mertesacker (76.), der zuvor auch die Bremer Führung (47.) erzielt hatte.

Die Bremer, die zudem Tore von Arjen Robben (65.) und Miroslav Klose (86.) kassierten, rutschten trotz einer vor allem kämpferisch starken Leistung weiter in den Abstiegskampf und verloren zudem Torwart Tim Wiese nach einer Roten Karte (89.).

Fritz vergibt Riesen-Chance nach 40 Sekunden

Die bisher in fremden Stadien enttäuschenden Bayern taten sich auch in Bremen lange schwer. Sie waren mehr in der Defensive, als ihnen lieb sein konnte, und zeigten einen mangelhaften Spielaufbau. Die Bremer präsentierten sich dagegen gegenüber der peinlichen Pleite in Köln wie ausgewechselt. Mit viel Einsatz und Leidenschaft fanden sie fast zu schon verloren geglaubter Stärke, mussten sich aber am Ende den Bayern beugen.

Die kriselnden Bremer ergriffen lange Zeit die Flucht nach vorne und setzten die Gäste aus dem Süden viel mehr unter Druck als diese wohl erwartet hatten. "2. Liga, Werder ist dabei", höhnten die Bayern-Fans, sahen aber eine stürmische Werder-Mannschaft, die durch Clemens Fritz schon nach 40 Sekunden ihre beste Chance besaß. Der ins Mittelfeld vorgerückte Außenverteidiger scheiterte jedoch mit seinem Schuss, der nicht platziert genug war, an Bayern-Keeper Thomas Kraft.

Robben kann Bayern-Spiel nicht beleben

Im ersten Punktspiel ohne den bisherigen Kapitän Mark von Bommel standen die Bayern im Mittelfeld mit Andreas Ottl und Danijel Pranjic auf den Sechser-Positionen lange unter Druck. Die Bremer entwickelten trotz einiger unsauberer Pässe ein offensives Spiel mit guten Chancen.

Robben stand zwar in der Startelf, konnte sich aber nur selten so gut in Szene setzen wie bei seinem Tor, als er eine Flanke von Pranjic mit einer Flugeinlage gekonnt verwandelte und die Wende einleitete. Der viel langsamere Mikael Silvestre zog sich gegen den flotten Sprinter erstaunlich gut aus der Affäre. Ohne den verletzten Franck Ribéry lief das Bayernspiel viel über die rechte Seite, ohne Trainer Louis van Gal erfreuen zu können.

Bayern-Profis geraten in der Pause aneinander

Bastian Schweinsteiger musste sich erneut als Zehner versuchen, bewirkte aber wenig. Er wurde nach schwachem Spiel schon in der 69. Minute ausgewechselt. Schüsse von Ottl (17.) und Mario Gomez (30.) aus der Distanz sorgten für die besten Chancen der ersten Halbzeit. Bremens Wiese war aber auf dem Posten, lenkte die Bälle über die Latte und war später bei den Bayern-Toren ohne Chance. Sein Foul in der Schlussphase gegen Thomas Müller war aber überflüssig.

Nicht nur der Coach, auch die Bayern-Profis waren unzufrieden. Robben und Schweinsteiger meckerten sich beim Gang in die Pause an. Werder zeigte gegen die Bayern erneut eines seiner besseren Spiele in dieser bisher so enttäuschenden Saison - wie beim Hinspiel-Remis und der Pokal-Niederlage. Ohne die Langzeitverletzen Naldo, Wesley und Sebastian Boenisch war auch die Defensive dieses Mal etwas sicherer. Umso ärgerlicher, dass ein Eigentor das Spiel kippte. Mertesacker lenkte den Ball von Gomez ins Tor. Zuvor hatte der Nationalspieler ins Bayern-Tor getroffen, schob den Ball überlegt ins lange Eck. Nach dem Eigentor war die Partie entschieden.

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